Bulmahn fordert Engagement

von Judit Hillemeyer
Freitag, 19. August 2005
Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn hat am Montag erneut an die gesellschaftliche Verantwortung der Betriebe appelliert, Lehrstellen zu schaffen. Gerade mit Blick auf die demographische Entwicklung gelte es, mit guter Ausbildung und Qualifizierung den Fachkräftenachwuchs zu sichern.



Schon 2015 fehlten bundesweit über 3,5 Millionen Fachkräfte. Die Unternehmen hätten ihre Zukunft in der Hand. "Jedes Unternehmen hat die Mitarbeiter, die es selbst verdient", glaubt die Ministerin.

Sie wies darauf hin, dass der mit der Wirtschaft vereinbarte Ausbildungspakt vor einer wichtigen Bewährungsprobe stehe. Vergangenes Jahr sei durch gemeinsame Anstrengung eine Trendwende geschafft. Jetzt sei die Wirtschaft aufgefordert, ihre Verpflichtungen aus dem Pakt auch in 2005 zu erfüllen.

Finanzierung von Lehrplätzen

Die Bundesregierung selbst habe 2004 die Ausbildungsleistung ihrer Verwaltungen binnen eines Jahres um über 30 Prozent erhöht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstütze die berufliche Bildung in vieler Hinsicht.

Mit 92 Mio. Euro beteilige sich das BMBF an der Finanzierung von insgesamt 14 000 betriebsnahen Ausbildungsplätzen in Ostdeutschland. Bulmahn verwies auf die Modernisierungspolitik.

Seit 1998 wurden mehr als 180 Berufe neu geordnet oder geschaffen. Über die Hälfte der Auszubildenden lerne in einem dieser modernisierten Berufsfelder. (juh)

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