Diversity Bunt gemischte Teams arbeiten besser zusammen

von Christiane Düthmann
Donnerstag, 12. Februar 2015
Diversity ist im betrieblichen Alltag angekommen. Arbeitgeber, die sich mit dem Thema Vielfalt beschäftigen, verzeichnen positive Effekte bei Unternehmenskultur und Arbeitsprozessen, zeigt eine Studie der Page Group.
"Belegschaften, die genauso vielfältig sind wie ihre Umwelt, erledigen ihren Job innovativer und kreativer", fasst Goran Baric, Geschäftsführer der Page Group Deutschland, die Ergebnisse des aktuellen Diversity-Management-Surveys zusammen. Für die Studie hat der Personaldienstleister HR-Verantwortliche in 215 Unternehmen befragt.

Messbare Erfolge

In den vergangenen zwei Jahren haben sich demnach 45 Prozent der Unternehmen aktiv mit dem Thema Diversity befasst. Bei weiteren 20 Prozent wird es in naher Zukunft auf der Agenda stehen. Ein gutes Drittel (35 Prozent) hat sich noch nicht mit Vielfalt auseinandergesetzt – und plant dies auch nicht.



Die "aktiven" Unternehmen verzeichnen messbare Erfolge, so die Studie. 55 Prozent sehen steigende Synergien zwischen Mitarbeitern, 52 Prozent beobachten eine stärkere Mitarbeiterbindung. Die Hälfte gibt an, in Teams werde nun besser zusammengearbeitet. Zudem berichten die Befragten von Umsatzsteigerungen, der Erschließung neuer Märkte sowie Fortschritten bei der Entwicklung neuer Lösungen und Produkte. "Im Trend lässt sich sagen: Diversity zahlt sich aus", kommentieren die Studienmacher.

Ein Thema für die Top-Etage

"Aufgehängt" ist das Thema bei einem knappen Drittel der aktiven Unternehmen an der obersten Management-Ebene. 45 Prozent sagen, es sei bereits "fest institutionalisiert". 34 Prozent haben Diversity "in den Wertekanon des Unternehmens eingebunden".

Um Vielfalt zu unterstützen, setzen Unternehmen vor allem auf flexible Arbeitszeitmodelle und Angebote zur Work-Life-Balance (81 Prozent). Zweitwichtigste Initiative ist mit 55 Prozent die Förderung interkultureller Teams. Jeweils 47 Prozent machen Angebote speziell für Eltern, etwa Kinderbetreuung oder Wiedereinstiegsprogramme nach der Babypause, oder bieten alters- oder behindertengerechte Arbeitsplätze an. Die Förderung der Akzeptanz sexueller Identität oder Orientierung haben sich 33 Prozent auf die Fahnen geschrieben.

 

(cd)

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