Über den Ausbildungsplatz entscheidet das Los

von Redaktion LZ
Freitag, 10. September 2004
LZ|NET. Das im Springer Verlag erscheinende Jugendmagazin "YAM" und die Burger King GmbH, München, verlosen zehn neugeschaffene Ausbildungsplätze zur Fachfrau oder Fachmann der Systemgastronomie. Bereits im Juli hatte der Fast-Food-Anbieter angekündigt, 150 zusätzliche Lehrstellen ab September anzubieten.



"Gemeinsam gegen die schwierige Situation auf dem deutschen Lehrstellenmarkt" lautet die Devise von Burger King und YAM. Die Jugendzeitschrift verlost in ihrer jüngsten Ausgabe zehn neugeschaffene Ausbildungsplätze zur "Fachfrau oder Fachmann der Systemgastronomie".

Voraussetzung für die Bewerbung um die dreijährige Ausbildung ist ein Schulabschluss mindestens mit Mittlerer Reife. Abiturienten haben die Möglichkeit, auf zwei Jahre zu verkürzen. Die Ausbildung endet mit einer IHK Abschlussprüfung.

In der "Lehrzeit" werden die Azubis auf spätere Manageraufgaben vorbereitet, um nach der Ausbildung die Position eines Assistant Managers einnehmen zu können. Die Lehrstellen werden in München, Nürnberg, Frankfurt, Mainz, Hamburg, Bremen, Köln, Jettingen, Augsburg und Fulda vergeben.

Beginn der Ausbildung ist der 1. Oktober, die Vergütung beträgt in den drei Ausbildungsjahren zwischen 620 und 770 Euro. Die Gewinner absolvieren zunächst ein zweiwöchiges Praktikum, das später auf die Ausbildungszeit angerechnet wird.

Viele YAM-Leser seien direkt vom Mangel an Ausbildungsplätzen betroffen, so Chefredakteur Simon Peter. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren Anfang August noch 238.000 Jugendliche ohne Ausbildungsstelle.

Mit der Aktion soll ein Zeichen gegen die Lehrstellenmisere gesetzt werden. Peter hofft, dass sich weitere Unternehmen anschließen werden.

Burger King Deutschland engagiert sich stark für mehr Ausbildung in Deutschland: Neben den nun verlosten hat das Unternehmen bereits im Juli angekündigt, im September weitere 150 Lehrstellen für Schulabgänger für das beginnende Ausbildungsjahr zu schaffen.

Dabei geht es um den Beruf des Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie, um später eine Führungsaufgabe in einem der Burger King-Restaurants weltweit zu übernehmen oder im Verwaltungsbereich tätig zu werden.

Eine symbolische Übergabe der Lehrstellen an Bundeswirtschafts- und -arbeitsminister Wolfgang Clement erfolgte im Rahmen der Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit, Team Arbeit für Deutschland.

Das nach eigenen Angaben drittgrößte Gastronomieunternehmen Deutschlands bildet bereits seit 1998 Fachfrauen und -männer für Systemgastronomie aus. Derzeit sind rund 300 Azubis auf drei Lehrjahre verteilt, rund 60 Auszubildende aus der ersten Azubi-Generation beendeten bisher erfolgreich ihre Ausbildung.

Allein im vergangenen Jahr starteten 105 Schulabgänger ihre berufliche Laufbahn bei dem Unternehmen; seit 2001 wurde die Anzahl der Ausbildungsplätze damit kontinuierlich um rund 230 Prozent erhöht.

Nach den Worten von Walter Schneider, Human Resources Director, Burger King Deutschland, legen die Verantwortlichen der Fast-Food-Anbieter großen Wert darauf, ihnen kontinuierliche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu bieten.

Neben IHK geschulten Ausbildern stehen fast 30 Trainer/innen für Management- und Restaurantschulung national zur Verfügung.

Auch 2005 sollen neue Lehrstellen geschaffen und vor allem geprüft werden, ob Burger King die Initiative Team Arbeit für Deutschland (TAD) auch in anderen Ländern im Verbund mit nationalen Ausbildungsvorschriften ebenfalls umsetzen kann, so Schneider.

TAD ist eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit zusammen mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus Politik, Kirchen, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft.

Heute gibt es in Deutschland mehr als 400 Burger King- Restaurants, jährlich kommen etwa 50 hinzu. Für das kommende Jahr ist die Eröffnung des fünfhundertsten Restaurants avisiert.

In diesem Jahr stieg das Unternehmen in die Märkte Zypern, Hongkong, Island und Tobago und Trinidad ein. Die frühere Diageo-Tochter war Ende 2002 von einer US-amerikanischen Investorengruppe, der Texas Pacific Group (TPG), Bain Capital und Goldman Sachs Capital Partners, übernommen worden.

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