CIOs sind rar gesät

von Redaktion LZ
Freitag, 16. November 2012
Einen Chief Information Officer (CIO) gibt es längst nicht in allen Führungsebenen großer Unternehmen. Und nur 17 Prozent der IT-Verantwortlichen sind Mitglied dieses Top-Gremiums.
Für die Studie "The DNA of the CIO" hat die Beratungsgesellschaft Ernst & Young mehr als 300 IT-Spezialisten befragt und Interviews mit CIOs und anderen Vorständen geführt. Das schlechte Standing der IT-Verantwortlichen ist demnach seit Jahren unverändert: Knapp die Hälfte der Befragten habe Stillstand festgestellt, was die Position dieser Mitarbeitergruppe betrifft.

Zudem verkaufen sich der Untersuchung zufolge viele IT-Manager "unter Wert". Denn trotz der zentralen Rolle, die die Informationstechnologie in vielen Bereichen seit mehr als zwei Jahrzehnten einnehme, haben sich die entsprechenden Verantwortlichen in kaum einem Unternehmen "ganz nach oben gearbeitet". Ein Status, mit dem die Betroffenen jedoch kaum zu hadern scheinen, so Ernst & Young. "Knapp zwei Drittel der Befragten sind zufrieden mit ihrer derzeitigen Position."

Dabei überschätzen viele ihren Einfluss im Unternehmen. Zwar fühlen sich nur 43 Prozent der IT-Verantwortlichen maßgeblich in strategische Entscheidungen eingebunden. Dennoch sind sechs von zehn der Ansicht, dass sie einen großen Beitrag leisten, wenn es um die Ausrichtung der Unternehmensstrategie geht. Allerdings ist nur ein Drittel der befragten Mitglieder des Top-Managements derselben Meinung. "Die Herausforderung für IT-Verantwortliche besteht deshalb darin, künftig nicht mehr nur den Status quo zu verwalten", schlussfolgert Olaf Riedel von Ernst & Young. Sie müssten vielmehr ihr Standing im Unternehmen verbessern und sich im Führungsgremium besser positionieren.

Schlagworte zu diesem Artikel:

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats