Campina legt Sozialbericht vor

von Judit Hillemeyer
Montag, 04. Juli 2005
In dem Sozialbericht 2004 legt das Molkereiunternehmen Campina Rechenschaft in den Bereichen Mitarbeiter, Umwelt und Gesellschaft ab. Der Bericht dient der Transparenz der niederländischen Genossenschaft.



Der Milchproduzent beschäftigt zirka 7 000 Mitarbeiter, davon 57 Prozent außerhalb der Niederlande. Im vergangenen Jahr investierte das Unternehmen einen Betrag von 3 Mio. Euro in Ausbildungen - gut 1 Prozent der Lohnsumme.

Dies ist mit 2003 vergleichbar. Eine kontinuierliche Schulung des Personals sei deshalb von größter Bedeutung, heißt es in dem Bericht.

Die Begleitung kranker Mitarbeiter und die Aufmerksamkeit für gesundes und sicheres Arbeiten liefere inzwischen deutliche Ergebnisse. Demnach ist im vergangenen Jahr der Krankenstand abermals gesunken: von 4,7 auf 4,1 Prozent.

Beschleunigte Effizienz

2004 kündigte das Unternehmen die so genannte Operation "Beschleunigte Effizienz" an. Der strukturelle Druck auf die Preise von Molkereiprodukten und die Wettbewerbsschlacht zwischen den europäischen Supermärkten zwangen die Unternehmen einzugreifen.

Eine "harte und schnelle Intervention" war notwendig geworden. Der Fokus der Operation liegt auf nicht produktionsbezogenen Funktionen (Büromitarbeiter). Für die Jahre 2005 und 2006 bedeutet das einen Abbau von 500 Arbeitsplätzen.

Diese Effizienzmaßnahme soll zu einer Einsparung von rund 35 Mio. Euro pro Jahr führen. In den gesamten Prozess sind alle Mitbestimmungsorgane - von den Gruppen bis zum internationalen Ausschuss - sowie die Gewerkschaften einbezogen.

Aufmerksamkeit für Umwelt ist bei Campina die von leitenden Angestellten der einzelnen Unternehmensbereiche und Mitarbeitern mit einer speziellen Umweltverantwortung. Das Unternehmen verfolgt einen Umwelt-Ansatzes, der zunehmend in den primären Betriebsprozess integriert ist.

Umweltschutz

Investitionen in neue Produktionsbetriebe seien in der Regel mit Verbesserungen des Umweltschutzes verbunden. Im vergangenen Jahr war dies vor allem in Maasdam (Niederlande), Elsterwerda (Deutschland) und in Aalter (Belgien) der Fall.

Aufgrund der integralen Vorgehensweise sind die umweltbezogenen Investitionen im vergangenen Jahr auf 2,45 Mio. Euro zurückgegangen. Die operationellen Umweltkosten sind jedoch von 12 Mio. auf 16 Mio. Euro gestiegen. Dieser Anstieg war auf eine Zunahme der Kosten von Abwasser und Abfallstoffen und auf Maßnahmen zur Verbesserung des Registrierungssystems für Umweltkosten zurückzuführen.

Auch die Transporteffizienz in den Niederlanden habe sich verbessert. Sie wird auf der Grundlage der Kilometerzahl, die pro Tonne Produkt gefahren wird, gemessen.

Angehöriger spezifischer Berufe wie Ernährungsberater und Diätassistenten werden vom Campina Institut für Milch und Gesundheit über die Eigenschaften von Produkten und über einen gesunden Lebensstil aufgeklärt.

In diesem Rahmen lädt das Institut Experten ein, mit ihren Fragen, Anmerkungen und Anregungen eine gesunde Ernährung für Verbraucher zu fördern. (juh)

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