Kompetenzerwerb über Zeitarbeit

von Judit Hillemeyer
Freitag, 07. September 2007
Menschen ohne Berufsausbildung haben es auf dem Arbeitsmarkt schwer. Für sie hat der Personaldienstleister Randstad in Kooperation mit der IHK das Qualifizierungskonzept "Lernen im Job" entwickelt.



Randstad strebt mit diesem Projekt in erster Linie eine Verbesserung der Beschäftigungschancen gering qualifizierter Mitarbeiter an. Langfristig soll das Projekt "Lernen im Job" in Verbindung mit einem IHK-Zertifikat im Berufsbildungsgesetz verankert werden.

14 Industrie- und Handelskammern konnten bislang bundesweit dafür gewonnen werden. Das Projekt umfasst bislang drei Tätigkeitsfelder: im gewerblichen Bereich den Lager- beziehungsweise Produktionsassistenten sowie den Büroassistenten im kaufmännischen bereich. Sie beinhalten sechs bis neun Modulgruppen die noch einmal in einzelne Aufgabenbereiche unterteilt sind.

Inhaltlich orientieren sich diese an den Rahmenlehrplänen bereits bestehender Berufsausbildungen. Sobald alle Tätigkeiten in guter Qualität ausgeführt wurden, erhalten die Mitarbeiter einen Bestätigungsvermerk in einem Qualifizierungspass. Wenn die Module erfolgreich durchlaufen und bestätigt sind, findet bei der IHK eine Überprüfung der notwendigen Kenntnisse statt. Bei Bestehen dieses Tests, erhalten die Mitarbeiter ein IHK-Zertifikat.

Die Finanzierung der Maßnahme wird durch die Integration in das Randstad-Kerngeschäft der Arbeitnehmerüberlassung geleistet - ohne öffentliche Mittel. Nach Abschluss der Pilotphase erfolgt mit Unterstützung der DIHK die bundesweite Implementierung in allen Randstad-Niederlassungen. Eine branchenweite Ausdehnung wird in Zusammenarbeit mit den Verbänden der Zeitarbeitsbranche und unter Einbindung der BDA angestrebt. (juh)

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