Chefs aus eigenen Reihen sind besser

von Judit Hillemeyer
Freitag, 28. Mai 2004
Rund 58 Prozent aller deutschen Vorstandschefs, von denen sich Unternehmen getrennt haben, sind Außeneinsteiger gewesen. Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton in einer ihrer jüngsten Untersuchungen.



Diese Manager werden mit großen Hoffnungen in die Firmen geholt worden, würden jedoch die Erwartungen nicht zwingend erfüllen. Insgesamt verbringen die Chefs im Durchschnitt 7,9 Jahre an der Unternehmensspitze.

Der jüngst geschasste Wolfgang Urban, ehemaliger KarstadtQuelle-Boss und einstiger Metro-Mann, blieb nur knapp die Hälfte der Zeit. Er trat 2000 bei KarstadtQuelle an und konnte sich nur bis Mai diesen Jahres halten.

Sein inaugurierter Nachfolger Christoph Achenbach kommt direkt aus dem Essener Konzern. Firmenbosse aus den eigenen Reihen würden im Vergleich zu denen, die von außen kommen, in der Regel bessere wirtschaftliche Zahlen erreichen, heißt es in der Studie.

Die Vorstellung eines "fremden Retters" sei "Luxus" oder anders gesagt ein "teurer Mythos", so Klaus-Peter Gushurst, Managing Partner bei Booz Allen Hamilton. Vor diesem Hintergrund komme der Nachfolgeregelung eine besondere Bedeutung zu. Sie sollte rund zwei Jahre vor der eigentlichen Ablösung unter Dach und Fach sein.

(juh)

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