Chiquita sucht das Gespräch

von Redaktion LZ
Freitag, 13. Oktober 2006
Foto: Chiquita
Foto: Chiquita
Chiquita sieht sich immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, geltende Gesetze zu missachten und der Umwelt zu schaden. Um das Verantwortungsbewusstsein des Bananenmultis für Mensch und Natur zu untermauern, rief Chiquita Jugendliche auf, das Thema Nachhaltigkeit unter die Lupe zu nehmen. Die Ergebnisse des Wettbewerbs diskutierten die Teilnehmer in Hamburg.



Chiquita sucht die Offensive und möchte sich der immer wieder aufflammenden Diskussion um die Glaubwürdigkeit seines sozialen und umwelttechnischen Engagements stellen.

Unter Federführung der deutschen Tochter Chiquita Deutschland GmbH in Duisburg forderte der Fruchtriese in einem Wettbewerb mit dem Motto "Global denken - lokal handeln" Jugendliche im Alter zwischen 13 und 25 Jahren auf, das Thema Nachhaltigkeit unter die Lupe zu nehmen.

Ansporn zur Teilnahme war die Aussicht für die Gewinner, eine der Bananenfarmen des Konzerns in Südamerika vor Ort besuchen zu können. Am Samstag der vorvergangenen Woche diskutierten Chiquita-Verteter mit etwa 20 Jugendlichen, die aus der ganzen Republik nach Hamburg kamen.

Mensch und Natur

George Jaksch, Senior Director Corporate Responsibility & Public Affairs, stellte die Diversifizierungsstrategie des 4-Milliarden-Dollar-Konzerns vor und erläuterte die Zusammenarbeit mit Rainforest Alliance, deren Logo seit fast einem Jahr die Chiquita-Bananen ziert.

Die Zertifizierung durch die Umweltorganisation soll das sichtbare Zeichen für nachhaltiges Wirtschaften und Verantwortungsbewusstsein gegenüber Natur und Mensch sein. Die Investitionen, die Chiquita seit Beginn der Kooperation im Jahr 1993 getätigt hat, bezifferte Jaksch auf 20 Mio. US-Dollar.

Der ehemalige Finanzberater für kolumbianische Landwirte erläuterte vor den jugendlichen Zuhörern die Problematik, die die eigene Geschichte für das multinationale Unternehmen mit sich brächte.

Immer wieder sieht sich Chiquita mit Vorwürfen konfrontiert, nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch heute noch Mitarbeiter auszubeuten und den Umweltschutz zu missachten. Die heutigen Grundwerte seien Integrität, Respekt, Chancen und Verantwortung, sagte Jaksch.

"Wir kommunizieren ehrlich und offen und handeln im Einklang mit dem Gesetz und der Ethik." Die zahlreichen Fragen der interessierten Wettbewerbs-Teilnehmer waren Beleg für den Erfolg der Veranstaltung - genauso wie für den weiteren Bedarf an Aufklärungsarbeit. (do)

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