Offene Lehrstellen bewegen Coop

von Judit Hillemeyer
Freitag, 22. August 2008
Offene Lehrstellen und der Mangel an Fachkräften bewegen Wirtschaft und Politik gleichermaßen. In Schleswig-Holstein wurde zum aktuellen Ausbildungsstart Bilanz gezogen.



"Der Mangel an Fachkräften wird eines der größten Probleme der Zukunft darstellen" stellte der Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein, Dr. Werner Marnette, anlässlich der Auftaktveranstaltung zum Start des Ausbildungsjahres 2008 fest. Er appellierte in Kiel an die Wirtschaft, ihre Aktivitäten zu verstärken. Den Lehrlingen riet Marnette, den Start ins Berufsleben nicht zu verspielen.

In diesem Jahr sei allerdings die Ausbildungsentwicklung recht gut, betonte die IHK-Präsidentin von Schleswig-Holstein, Margarete Böge, in der Landeshauptstadt. Dies sei vor allem auf das wachsende Ausbildungsplatzangebot und die erstmals rückläufigen Schulabgängerzahlen zurückzuführen. Suche läuft auf Hochtouren#/ZT# Zu den größten Arbeitgebern vor Ort gehört Coop. Für 2008 konnte das Handelsunternehmen in seinem Ausbreitungsgebiet insgesamt 385 Azubis einstellen. Diese werden im Wesentlichen zu Einzelhandelskaufleuten ausgebildet, davon allein 231 in Schleswig-Holstein.

Insgesamt beschäftigt der Händler 981 Auszubildende, so Gerd Müller, Coop-Vorstandssprecher. Dennoch sind Lehrstellen frei. Ende Juli verzeichnete Coop in den Regionen Nord- und Ostdeutschland 28 sowie in Schleswig-Holstein 15 offene Stellen, die nun sukzessive besetzt werden sollen.

Nicht nur im Einzelhandel, sondern auch im Hotel- und Gastronomiebereich sei es für Jugendliche noch möglich, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, sagte Jürgen Goecke, IHK-Vorsitzender der Regionaldirektion Nord. Er forderte alle Schulabgänger auf, rechtzeitig zur Berufsberatung zu gehen und auch über Alternativen zum Wunschberuf nachzudenken. Um die Informationslücken in Bezug auf das breite Spektrum an Ausbildungsberufen zu beseitigen, sei eine Zusammenarbeit von Schulen mit Betrieben wünschenswert.

"Denn praxisnahe Berufsorientierung ist die beste Grundlage für den Einstieg in das Berufsleben", machte Marnette deutlich. So bietet Coop beispielsweise neben Informationsgesprächen auf Job-Messen und Schul-Kooperationen Schülern die Gelegenheit, durch Praktika ihren Traumjob im Vorfeld kennenzulernen.

(juh)

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