Alterung der Gesellschaft Demografie wird unterschätzt

von Redaktion LZ
Donnerstag, 15. Januar 2015
LZnet. Die Folgen des demografischen Wandels werden von vielen Unternehmen falsch eingeschätzt. Die Sorge um Personal lenkt von Effekten für das Geschäftsmodell ab, so eine Studie von Pricewaterhouse-Coopers (PwC).
Neun von zehn deutschen Unternehmen erwarten starke Auswirkungen des demografischen Wandels erst in sieben bis zehn Jahren. 80 Prozent sehen vor allem Handlungsbedarf im Bereich Personal.



Nur 69 Prozent haben heute schon im Blick, wie er sich auf ihre Zielgruppen und deren Bedürfnisse auswirkt. "Die Nachfrage nach Dienstleistungen und Produkten wird sich mindestens ebenso dramatisch verändern wie der Arbeitsmarkt", sagt Norbert Winkeljohann, Sprecher des Vorstands von PwC Deutschland.

Ansatzpunkte für eine Lösung der Personalsorgen sehen 75 Prozent der befragten Manager in flexiblen Arbeitszeiten sowie in Beschäftigungsmodellen, die den Bedürfnissen von Familien entgegenkommen. Dagegen ziehen nur 28 Prozent der Studienteilnehmer in Betracht, gezielt Mitarbeiter einzustellen, die älter als 50 Jahre sind.

Jeder vierte Arbeitnehmer bereits über 60

Große Unternehmen haben bei der Entwicklung innovativer Arbeitszeitmodelle die Nase vorn, doch selbst bei ihnen fehlen klare Konzepte. Kleine bis mittlere Unternehmen haben in diesem Punkt allerdings deutlichen Nachholbedarf.

"Unsere alternde Gesellschaft verändert sich so massiv, dass die Wirtschaft die gewaltigen Herausforderungen nicht alleine bewältigen kann", nimmt Winkeljohann auch die Politik in die Pflicht. Bereits heute mache der Anteil der über 60-jährigen Arbeitnehmer 25 Prozent aus.

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