Gabriel will Dienstwagen nicht mehr steuerlich begünstigen

von Redaktion LZ
Donnerstag, 01. März 2007
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat sich im Kampf gegen den Klimawandel für einen deutlich verringerte steuerliche Begünstigung von Dienstwagen ausgesprochen.



Die hohen Benzinrechnungen dafür sollten nicht vollständig von der Steuer abgezogen werden können, sagte er der Illustrierten "Super Illu".

Gabriel sagte weiter, er wolle zwar beim Kauf die Besteuerung von schweren Limousinen nicht ändern. "Aber es gibt keinen Grund dafür, dass Firmen auch noch die Benzinrechnungen für solche spritschluckenden Oberklassefahrzeuge vollständig von der Steuer absetzen dürfen und sie sich damit letztlich von der Gesamtheit der Steuerzahler bezahlen lassen."

Es müsse daher eine verbrauchsorientierte Begrenzung bei der Absetzbarkeit der Kosten geben. Getroffen werden sollten damit nicht Vertreter oder Pflegedienste mit Klein- oder Mittelklassewagen. "Aber bei einer S-Klasse, einem 7-er BMW oder einem Audi A8 stellt sich diese Frage durchaus."

Dem kommt entgegen, dass immer mehr Betreiber großer Fuhrparks den Kohlendioxidausstoß bei der Kaufentscheidung stärker berücksichtigen. Das heißt, Unternehmen steigen bei der Auswahl ihrer Dienstwagen auf auf eine kleinere Fahrzeugklasse um.

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