Digitalisierung Mitarbeiter investieren in Skills

von Silke Biester
Donnerstag, 09. November 2017
Viele Angestellte sind besorgt, dass ihre Fähigkeiten überflüssig sind oder es bald werden. Sie wollen den Arbeitgeber wechseln, wenn ihre digitale Kompetenz auf der Strecke bleibt. Das zeigt eine Studie von Capgemini.

Fast die Hälfte der Beschäftigten investieren eigenes Geld und private Zeit, um ihre digitalen Fähigkeiten zu entwickeln. Bei digitalen Talenten sind es sogar 60 Prozent. Das zeigt der Report "The Digital Talent Gap" von Capgemini und LinkedIn, der die Besorgnis der Beschäftigten bei der Beurteilung eigener Skills beschreibt.

Insgesamt erwarten 29 Prozent der Beschäftigten bereits mit Blick auf die nächsten zwei Jahre, dass ihre Fähigkeiten als überflüssig erachtet werden. Fast die Hälfte (47 Prozent) der Mitarbeitergeneration Y und Z sind der Meinung, dass ihre derzeitige Qualifikation in den nächsten vier bis fünf Jahren überflüssig sein wird. Mitarbeiter haben außerdem den Eindruck, dass die Weiterbildung der Unternehmen nicht sehr effektiv sind. Nahezu die Hälfte (45 Prozent) beschreibt die Trainingsprogramme ihrer Organisation als "nutzlos und langweilig". Mehr als die Hälfte der digital Versierten (55 Prozent) würde bereitwillig in eine andere Organisation wechseln, wenn das Gefühl besteht, dass ihre digitalen Fähigkeiten bei ihrem Arbeitgeber stagnieren.

Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Organisationen gibt zwar an, dass die digitale Talentlücke die eigenen Transformationsprogramme behindert und das Unternehmen wegen dieses Mangels einen Wettbewerbsvorteil verloren hat. 60 Prozent der deutschen Betriebe betonen, dass sie über die digitale Talentlücke sprechen. Doch sie geben zugleich zu, nicht viel zu tun, um sie zu überbrücken. "Organisationen stehen im Hinblick auf digitale Befähigung ihrer Mitarbeiter vor einer Mammutaufgabe", stellt Claudia Crummenerl, Head of Executive Leadership and Change bei Capgemini, klar.

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