Diversity Spitze 50:50 besetzen

von Silke Biester
Donnerstag, 08. Februar 2018
Karrierevorbild: Veronika Pountcheva, Senior Vice President Metro, setzt sich für Vielfalt in dem Handelskonzern ein.
Procter & Gamble
Karrierevorbild: Veronika Pountcheva, Senior Vice President Metro, setzt sich für Vielfalt in dem Handelskonzern ein.
Die Stärkung von Frauen in Führungspositionen sorgt für Wachstumsimpulse im Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommen die Teilnehmer des Netzwerk-Treffens von Lead auf Einladung von Procter &  Gamble.

Lohnt sich der Einsatz für Vielfalt im Unternehmen – insbesondere bei der Besetzung von Top-Positionen? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion, zu der vergangene Woche Procter & Gamble zusammen mit Lead (Leading Executives Advancing Diversity) eingeladen hatte. Das europäische Netzwerk für Managerinnen aus Handel und Konsumgüterindustrie will einen positiven Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft vorantreiben. Ziel ist die Gleichstellung der Geschlechter.

Dies sei kein Selbstzweck, sondern erfolgsrelevant, bekräftigt die Metro-Managerin und Lead-Beirätin Veronica Pountcheva. Grundsätzlich stünden bei dem Handelsunternehmen Leistungs-, Entwicklungs- und Innovationspotenzial immer im Fokus einer Personalentscheidung. In vielfältig zusammen gesetzen Teams gebe es allerdings bessere Chancen auf gute Ergebnisse. Und: "Es gibt eine klare Korrelation zwischen Diversität und Mitarbeiterzufriedenheit", stellt sie fest.

Mestemacher-Chefin Ulrike Detmer ergänzt: "Wir haben in Deutschland eine wachsende Knappheit an Talenten." Sie rät dazu, einen ausgeglichenen Talentpool aufzubauen. "Unternehmen, die nur einseitig fördern, gehen harten Zeiten entgegen."

"Die Gleichstellung von Mann und Frau ist einer der größten Wachstumstreiber weltweit", bringt es Astrid Teckentrup auf den Punkt. Die Vertriebsgeschäftsführerin bei Procter & Gamble beschreibt, wie der Markenartikler mit der Erkenntnis umgeht: Grundsätzlich versuche man, Führungspositionen geschlechtsneutral 50:50 zu besetzen. Das gelinge zwar noch nicht auf allen Ebenen, doch es sei hilfreich, ein Ziel vor Augen zu haben, damit Frauen nicht regelmäßig übersehen werden. Diversity im Unternehmen durchzusetzen, sei nicht immer einfach, aber sie zahle sich aus, sind sich die Diskutanten einig.

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