Wertvolle Forschung für den Handel

von Bernd Biehl
Freitag, 01. März 2013
Preisträgerin: Anne-Madeleine Kranzbühler aus Münster mit ihrem Laudator Reinhard Schütte, der ihre Masterarbeit zu Rewe-Eigenmarken einer extrem kritischen Würdigung unterzog.
EHI
Preisträgerin: Anne-Madeleine Kranzbühler aus Münster mit ihrem Laudator Reinhard Schütte, der ihre Masterarbeit zu Rewe-Eigenmarken einer extrem kritischen Würdigung unterzog.
Vor rund 330 Gästen aus Handel und Industrie verliehen EHI und GS1 vergangene Woche ihren Wissenschaftspreis 2013.
EHI-Präsident Götz W. Werner, dm-Gründer, und Markus Tkotz, Geschäftsführer der Markant und Aufsichtsratsmitglied von GS1 Germany erläuterten im Gespräch mit EHI-Geschäftsführer Michael Gerling und GS1-Geschäftsführer Jörg Pretzel den langfristigen Sinn des Preises: "Wir können gar nicht genug kluge Köpfe haben", so begründet Tkotz das Aufeinanderzugehen von Handel und Wissenschaft.

Werner vertraut auf den jedem Menschen innewohnenden Wissenschaftstrieb. Im Handel gäbe es genug Möglichkeiten, Sinn zu finden. Auch Michael Hoffmann, als CEO von Lekkerland ein Newcomer in der Branche, warb damit, dass der Handel der Wissenschaft viele Anwendungsmöglichkeiten biete, die "Themen gehen auf Jahre nicht aus."

Neue Sichtweisen sind immer sinnvoll, wenn sie die blinden Flecken zu verhindern helfen, die sich in den unternehmensinternen "Silo-Strukturen" oft bilden. In diesem Sinne lobte er die Bachelor-Arbeit von Olga Luisa Kastner von der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin über "Pop-up-Stores – keine Eintagsfliegen".

Blinde Flecken verhindern

Ausgezeichnet wurde Anne-Madeleine Kranzbühler von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster von Jury-Mitglied Reinhard Schütte. Auch wenn sich ihre Arbeit über "Premium-Handelsmarken – vom Kunden akzeptiert?" mit Rewes Feiner Welt befasste, fand der Ex-Edekaner ausführliche Worte.

Für ihre Dissertation "Suchmaschinenmarketing – Werbewirkung mit jedem Klick" bekam Dr. Nadia Nabout von der Goethe Universität Frankfurt ihre Ehrung. Sie liefert den Marketing-Experten des Handels klare Handlungsempfehlungen. Mit dem Forschungsprojekt "Benchmarking eines kollaborativen Promotionmanagementansatzes in der Konsumgüterindustrie" empfahl sich die WHU – Otto Beisheim School of Management – als vierter Preisträger. (bb)

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