Personaleinsatzplanung "Krankenstand und Personalkosten sinken"

von Christiane Düthmann
Freitag, 13. Juni 2014
Die rund 1.000 Mitarbeiter von Edeka Simmel planen ihre Einsätze jetzt per Smartphone. Eine App ermöglicht den Zugriff auf alle Details, spart Zeit und Geld.
Die Erstellung von Dienstplänen per Hand kostet Zeit und birgt jede Menge Fehlerquellen. Deshalb setzt der selbständige Edekaner Peter Simmel in seinen 19 Filialen auf die Personalplanungssoftware MEP24. Seit September 2013 gibt es die Lösung auch als App fürs Smartphone.

Diese wurde zunächst in der Filiale in Unterhaching erprobt. Nach einer dreimonatigen Testphase, die nach Angaben des Unternehmen "durchweg positiv" verlief, wurden alle weiteren Filialen in Bayern umgestellt. Die Märkte in Sachsen und Thüringen folgten bis März 2014. Die Investitionskosten beziffert Simmel mit etwa 60.000 Euro.

 

Erhebliche Arbeitserleichterung

"Früher haben wir unsere Arbeitspläne, Urlaubs- und Zeitkonten oder die Wünsche der einzelnen Mitarbeiter in einer Exceltabelle oder per Hand bearbeitet", blickt Martin Graner zurück. Er leitet die Filiale in Unterhaching bei München. Das neue Programm integriere diese Details. "Das schafft eine erhebliche Arbeitserleichterung und fehlerfreie Abläufe", freut sich Graner.

Eines der wichtigsten Ziele waren fehlerfreie Zeitkonten der Mitarbeiter. "Jetzt haben wir eine exakte Übersicht über die Plus- oder Minusstunden jedes Einzelnen." Auch die Urlaubsplanung sei übersichtlicher: Die Mitarbeiter können Wunschtermine abgeben und erhalten eine schnelle Freigabe per E-Mail. Bei Krankheit oder Schichttausch wird der zuständige Personalleiter auf kurzem Weg informiert. "Wir sparen nun die Hälfte der Zeit ein, die wir vorher für die Personalplanung aufbringen mussten", resümiert Graner.

Die Einführung sei unproblematisch verlaufen. Mittlerweile habe fast jeder Mitarbeiter ein Mobiltelefon, so dass die App, die auf iPhones und Android-Geräten läuft, von fast allen genutzt werde. Ein Problem in puncto ständiger Erreichbarkeit sieht Graner nicht. Die Neuerung werde von den Beschäftigten vielmehr als "Bereicherung" wahrgenommen, so der Marktleiter.

Zwar habe es zu Beginn bei einigen "Bedenken und Scheu" gegeben. "Als die Mitarbeiter aber selbst mit dem Programm arbeiten konnten, merkten sie, dass es kinderleicht und ohne viel Schulung zu erlernen ist." Die selbsterklärende Oberfläche ermögliche eine schnelle Bedienung.

Auch ältere und weniger technik-affine Personen hätten sich zügig an das Programm gewöhnt. "Durch die transparente Kommunikation und die aktive Mitgestaltung der Mitarbeiter bei der Planung gehen die Krankheitstage zurück, die Mitarbeiterzufriedenheit steigt und wir sparen Personalkosten ein", so Graners Fazit.

(cd)

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