Einpackservice auf dem Prüfstand  

von Horst Wenzel
Freitag, 18. Dezember 2009
Der bisher primär vom LEH-Primus Edeka genutzte Einpackhilfen-Dienst Friendly-Service (lz 26-09) kämpft um seine Zukunft.



Wie die LZ von Firmengründer Martin Lettenmeier erfuhr, sank die Zahl der betreuten Märkte kurzfristig von 40 auf 19, die der eingesetzten Schüler und Studenten von 800 auf 300.

Lettenmeier führt dies auf Medienberichte zurück, die teils unzutreffend seien. Vor allem die Formulierung, bei den nicht durch Lohn, sondern freiwillige Spenden von LEH-Kunden bezahlten Einsatzkräften handle es sich um "Null-Euro-Jobber" habe sich negativ ausgewirkt. Aktuell hätten der Drogeriemarkt-Filialist Budnikowsky und Edeka Nordbayern Sachsen Thüringen ihre Kooperation mit Friendly Service beendet.

Eigenen Angaben zufolge hat Lettenmeier sein Geschäftsmodell kürzlich juristisch prüfen und sich bestätigen lassen, dass es aus rechtlicher Sicht in keiner Weise zu beanstanden sei. Der 48-Jährige hofft, dass sein verbliebener Großkunde Edeka Südbayern die Dienstleistung im Kassenbereich weiter anbietet.

Lettenmeier zufolge werden nur Schüler und Studenten eingesetzt. Dienstpläne würden stets so gestaltet, dass die Einnahmen jeder Servicekraft pro Monat nie die in puncto Sozialversicherung relevante Grenze von 340 Euro übersteigen könne. (hdw)

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