Bloß nicht in der Masse untergehen

von Redaktion LZ
Freitag, 05. Oktober 2012
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LZnet. Jedes Jahr misst Universum Global die Attraktivität von Arbeitgebermarken weltweit. In einer aktuellen Studie hat das Beratungsunternehmen die zugrundeliegenden Erfolgsfaktoren untersucht. Um Talente zu ködern, ist demnach vor allem eins wichtig: Differenzierung.
Ob Fach- oder Führungspersonal: Weltweit wetteifern Unternehmen um die Aufmerksamkeit geeigneter Kandidaten. Wer blass oder austauschbar daherkommt, geht in der Masse unter und wird von der Zielgruppe übersehen.

Dass es für ihr Unternehmen schwierig ist, die richtigen Leute zu finden, sagen 38,4 Prozent der von Universum befragten 2641 Manager. Weitere 39,2 Prozent rechnen in Zukunft mit Engpässen.

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"Die Talente kennen uns und unsere Jobangebote nicht." So erklärt sich jeder zweite Befragte seine Schwierigkeiten bei der Rekrutierung. 44,7 Prozent sagen: "Unser Ruf und unser Arbeitgeberimage sind nicht gut genug." Erst an dritter Stelle der Schwachpunkte rangieren nicht konkurrenzfähige Gehälter oder mangelhafte Aufstiegsmöglichkeiten (35,3).

Langfristige Strategien

"Differenzierung" ist deshalb für 45 Prozent der Studienteilnehmer die wichtigste Herausforderung in Sachen Employer Branding. Mehr als zwei Drittel beschreiben ihre Strategie dabei als "durchdacht und langfristig angelegt". 85 Prozent haben sie mit den Business-Zielen und Recruiting-Erfordernissen ihrer Unternehmen abgestimmt.

Nur eine Minderheit (6,9 Prozent) gibt für die Attraktivität der Arbeitgebermarke kein Geld aus. Ein Drittel hat die Investitionen in diesem Jahr erhöht. Bei 41,2 Prozent ist das Budget gegenüber dem Vorjahr unverändert, 13 Prozent haben es reduziert.

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Besonders Teamplayer mit ausgeprägtem Kommunikationstalent sind gefragt. Mit 81,2 und 73,5 Prozent führen diese Eigenschaften die Liste der begehrtesten Mitarbeitermerkmale an. Auch um zielorientierte (69,9), kreative (66,8) und führungsstarke Personen (60,9) reißen sich alle.

Teamplayer und Kreative sind gefragt

Die großen Player der FMCG-Szene haben offenkundig wenig Schwierigkeiten im War for Talents. Im weltweiten Ranking der Lieblingsjobadressen der Wirtschaftwissenschaftler, das Universum jetzt vorgelegt hat, können sich viele weiter verbessern.

So schiebt sich Procter&Gamble von Rang 7 im Vorjahr auf den dritten Platz hinter Google und KPMG. Coca-Cola steigt vom 12. auf den 9. Platz, L’Oréal vom 13. auf den 12. Johnson&Johnson (20), Nestlé (24), Unilever (27), PepsiCo (31) und Kraft Foods (33) gehören ebenfalls zu den Top-Adressen.

FMCG-Hersteller auch bei Ingenieuren beliebt

Doch auch angehende Ingenieure können sich mit Karrieren in der Konsumgüterindustrie anfreunden: P&G verteidigt Platz 10, gefolgt von Johnson&Johnson (13) und Coca-Cola (14). Nestlé macht 5 Plätze gut und landet auf Rang 22.

Unilever verbessert sich gleich um 13 Plätze und liegt jetzt auf Position 28. L’Oréal rutscht Platz 22 auf Platz 29. Die großen Namen aus dem LEH indes sucht man in beiden Listen vergebens.

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