Deutscher Mittelstand kommuniziert in Englisch

von Judit Hillemeyer
Donnerstag, 10. Juni 2004
In seiner aktuellen Studie unter 110 Mittel- und Großunternehmen stellt das IMK (Institut für Marketing und Kommunikation) fest, dass Englisch zunehmend Business-Sprache im Marketing-Bereich wird.



Bereits rund 30 Prozent der gesamten Kommunikation werde innerhalb Deutschlands auf Englisch geführt. Internationale Gäste, Zweigstellen oder die Zentrale im Ausland seien die Gründe dafür.

Diese Quote gelte für Konzerne wie Volvo und Heineken. Auch der deutsche Mittelstand kommuniziere in Deutschland bereits zu einem Drittel auf Englisch.

In Bewerbungen legen daher bereits 96 Prozent der Unternehmen Wert auf internationale Kenntnisse.

Diese sollten mindestens aus einem halbjährlichen Auslandspraktikum bestehen (73 Prozent). Am besten wird eine Kombination aus Studium (Minimum ein Semester) und Praxis im Ausland bewertet (83 Prozent).

Vor allem werden diese Kenntnisse in den Kommunikationsbereichen (Marketing, PR, Strategie) der Unternehmen verlangt.

Bevorzugtes Land für Auslandserfahrungen sind die USA (92 Prozent), gefolgt von Großbritannien (81), Südamerika (63), Kanada (59 ), Spanien (49 Prozent), Frankreich (44) und Italien (39).

Die hohe Gewichtung auf den amerikanischen Kontinent erklärten die Unternehmen mit der "Herkunft der Werbung".

Kritisiert wurde von 79 Prozent der Unternehmen, dass es in Deutschland zu wenige Angebote zu einer internationalen Ausbildung gibt.

Während ein Auslandsaufenthalt für amerikanische oder englisch Studenten eher die Regel ist, würde in Deutschland vor allem "deutsch" studiert. Auch die Studiendauer sei nach wie vor ein "Problem".

Große Anerkennung erfahren hingegen private Akademien, die zielgerichtet international ausbilden. (juh)

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats