Familien sind erfolgreicher

von Judit Hillemeyer
Freitag, 11. Mai 2007
Die Bedeutung von Familienunternehmen in Deutschland nimmt zu. Sie sind Jobmaschine und Wachstumstreiber. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Familienunternehmen.



"Familienunternehmen schaffen neue Arbeitsplätze und entwickeln sich dynamischer als beispielsweise Dax-Unternehmen", sagt der Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, Dr. Brun-Hagen Hennerkes. Das belegt eine Studie, welche die Stiftung Familienunternehmen beim Institut für Mittelstandsforschung Bonn in Auftrag gegeben hat.

Demnach haben die 500 größten Familienunternehmen ihre inländischen Belegschaften zwischen 2003 und 2005 um 10 Prozent auf 2,2 Millionen Mitarbeiter ausgebaut. Die 30 Dax-Unternehmen bauten in der gleichen Zeit ihr Personal um 3,5 Prozent auf knapp 1,6 Millionen Beschäftigte ab.

Auch im Vergleich zur weltweiten Beschäftigungsentwicklung schneiden Familienunternehmen besser ab als die Dax-Konzerne. Die größten 500 Familienunternehmen erweiterten ihre Belegschaften im Jahr 2005 um über 13 Prozent auf 3,3 Millionen Beschäftigte. Die Kapitalgesellschaften hingegen stagnierten bei weltweit 3,2 Millionen Beschäftigten.

"Seit etlichen Jahren gilt die börsennotierte Publikumsgesellschaft, die weitgehend unabhängig von einem anonymen Eignerkreis agiert, als Leitbild unserer Unternehmenswelt. Aber in jüngerer Zeit erleben die Familienunternehmen eine wahre Renaissance", stellt Hennerkes fest.

Angesichts der Studienergebnisse stelle sich die Frage, "ob nicht das Familienunternehmen das geeignetere Leitbild für die deutsche Wirtschaftspolitik wäre". Dessen Bedürfnisse habe die Politik im Hinblick auf das Erb-, Familien- und Steuerrecht verkannt, mahnt der Stiftungsvorsitzende. (juh)

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