Existenzgründer Weniger Interesse an Selbstständigkeit

von Redaktion LZ
Mittwoch, 19. Juli 2017
Trotz vieler Förderprogramme und Start-up-Kampagnen wagen es immer weniger Menschen in Deutschland, ein Unternehmen zu gründen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) meldet einen Tiefstand von Gründungsgesprächen, mit minus sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Als Ursachen dafür macht der DIHK die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt sowie die demografische Entwicklung aus: Die besonders gründungsaffine Alterskohorte der 25- bis 45-Jährigen schrumpft. Bereits seit Jahren mangele es hierzulande an Unternehmergeist, heißt es im Gründerreport 2017. Auf 1 000 Erwerbstätige kämen nur 4,4 Gründer, während dies in Großbritannien 8,3 und in Israel sogar 11,6 seien. Dort werde das Unternehmertum eher als erstrebenswerter Karriereschritt angesehen.

Positiv stimme allerdings, dass bei den meisten hiesigen Gründern das Motiv "unternehmerische Berufung" dominiere. Ein leicht wachsender Anteil wachstumsorientierter Start-ups gehe mit guter Vorbereitung an den Start. Und immer weniger Menschen machen sich aus Mangel an Alternativen selbstständig. 
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