Der Markt wird enger

von Redaktion LZ
Mittwoch, 20. April 2011
Begehrter Nachwuchs: In den Laboren werden die Experten knapp.
Nestle
Begehrter Nachwuchs: In den Laboren werden die Experten knapp.
. Die Konsumgüterbranche rechnet mit Personalengpässen. Händler und Hersteller schärfen ihr Arbeitgeberprofil, um sich für Nachwuchstalente attraktiv zu machen.
Gut ausgebildete Fachleute sind in Deutschland knapp. So fehlen zurzeit mehr als 117000 Mathematiker, Ingenieure, Naturwissenschaftler und Techniker, meldet das Institut der deutschen Wirtschaft. Tendenz steigend. Nicht alle Branchen sind gleichermaßen davon betroffen. Der Handel kommt bislang glimpflich davon. "Die Situation ist noch nicht gravierend, aber Bedarf an guten IT-Leuten oder Managern gibt es", umschreibt HDE-Bildungsexperte Wilfried Malcher die Lage. Gerade die Big Player beschäftigten sich intensiv mit der Frage, wie sie als attraktive Arbeitgeber mit anderen Bereichen konkurrieren können. "Viele vorbildliche Aktivitäten" bei Talent Management, Personalentwicklung und Hochschulkooperationen seien in Gang gekommen.

Auf Herstellerseite sind erste Engpässe spürbar. Laut Michael Andritzky, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss (ANG), sind vor allem Mittelständler betroffen. Denn sie konkurrieren mit Konzernen um Talente. Dabei erweise sich die Standortfrage als zusätzliche Hürde – viele Betriebe liegen auf dem Land. Andritzky rät zu gemeinsamen Aktivitäten wie dem Food Future Day ( lz 12-11). Auch die von ANG und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten gestartete "Sozialpartnerinitiative Lebenslanges Lernen", die Unternehmen bei der Mitarbeiterqualifizierung unterstützt, sei erfolgreich angelaufen.

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