Jobqualitäten Familienbetriebe punkten

von Christiane Düthmann
Freitag, 16. Mai 2014
Nachwuchstalente erwarten von ihrem künftigen Job vor allem eine gute Arbeitsatmosphäre, Karrierechancen und eine attraktive Vergütung. Das zeigt eine Studie der Stiftung Familienunternehmen.
Familienunternehmen konkurrieren mit großen Konzernen um Nachwuchstalente. Dass sie dabei nicht den Kürzeren ziehen müssen, belegt die Auswertung von 1  500 Befragungen junger Akademiker durch den Lehrstuhl für Unternehmensführung an der TU München im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen. In der Wahrnehmung der Zielgruppe schneiden Familienunternehmen bei 10 von 14 Job-Kriterien besser ab als große Publikumsgesellschaften (Auszug s. Grafik).

Bei den Aspekten Teamgeist, Eigenverantwortlichkeit, Hierarchie und Führungsstil schlägt das Pendel sogar überdeutlich in Richtung der Familienbetriebe aus. Lediglich in puncto Reputation, Vergütung, Internationalität und Standort müssen sie sich den Konzernen geschlagen geben.

Frauen werden beim Gehalt anspruchsvoller

Männer und Frauen, so ein weiteres Ergebnis der Erhebung, stellen unterschiedliche Anforderungen an Arbeitgeber. Weibliche Talente legen besonders großen Wert auf eine angenehme Arbeitsatmosphäre und Teamgeist (55,7 Prozent), gefolgt von guten Entwicklungsmöglichkeiten (46,4 Prozent) und einer attraktiven Vergütung (38,1 Prozent).

Beim Gehalt seien die Frauen damit deutlich anspruchsvoller geworden, konstatieren die Studienmacher. 2008 zählten nur 12,7 Prozent eine attraktive Vergütung zu den drei wichtigsten Faktoren bei der Arbeitgeberwahl. Bei den Männern steht das Gehalt mit 46,8 Prozent an zweiter Stelle der Rangliste (2008: 33,9 Prozent). Getoppt wird es von den Karriereaussichten (47,9 Prozent). Erst an dritter Position wünschen sich Männer eine gute Atmosphäre im Job.

Große Unterschiede zwischen den Geschlechtern verzeichnet die Studie auch im Hinblick auf die angestrebten Karriereziele. Frauen geben mit 22,6 Prozent signifikant häufiger die Position "Projektleitung" an als Männer (7,8 Prozent). Diese hingegen nennen deutlich öfter eine Tätigkeit als selbständiger Unternehmer (22,8 Prozent, Frauen: 7,9 Prozent) oder Vorstand (85 Prozent, Frauen: 4,2 Prozent).

 

(cd)

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