Mittelstandsforschung Familienunternehmer führen sozial

von Redaktion LZ
Donnerstag, 13. März 2014
LZnet. Familienunternehmer verfolgen stärker mitarbeiterorientierte und soziale Ziele als Geschäftsführer von Nicht-Familienbetrieben. Das zeigt eine Studie des Instituts für Mittelstandsforschung.
"Soziales Wesen oder kalter Zahlenmensch?" So lautet der Titel einer Studie zur Motivlage von Familienunternehmern und Geschäftsführern von Nicht-Familienunternehmen bezüglich der Unternehmensführung. Sie wurde vom Institut für Mittelstandsforschung der Uni Mannheim im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen durchführt. Zentrales Ergebnis: Familienunternehmer verfolgen stärker mitarbeiterorientierte oder soziale Ziele als die Vergleichsgruppe. 92,2 Prozent der Familienunternehmen geben an, es sei eher bzw. äußerst wichtig, ihren Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten, aber nur 76,5 Prozent der Nicht-Familienunternehmen. 59,7 Prozent der Familienbetriebe, jedoch nur 43,7 Prozent der Nicht-Familienunternehmen unterstützen karitative oder sportliche Aktivitäten, Vereine oder Stiftungen. In puncto Gewinnorientierung oder Risikobereitschaft unterscheiden sich die beiden Gruppen dagegen kaum. "Familienunternehmen verfolgen ihre wirtschaftlichen Ziele auf eine gesellschaftlich verträglichere Art und Weise als Nicht-Familienunternehmen", kommentiert Prof. Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, die Studie.

Schlagworte zu diesem Artikel:

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats