Konzepte in Bildern Die spannendsten Discountmärkte 2017

von Britta Rosbach
Donnerstag, 21. Dezember 2017
Aldi Nord bündelt in der Konzeptfiliale in Herten die Kochzutaten-Sortimente Fleisch, Fisch, Convenience und Gewürze auf einem Fleck in einem Supermarkt-ähnlichen Ambiente.
H. Niggemann
Aldi Nord bündelt in der Konzeptfiliale in Herten die Kochzutaten-Sortimente Fleisch, Fisch, Convenience und Gewürze auf einem Fleck in einem Supermarkt-ähnlichen Ambiente.
Ob Aldi, Lidl oder Kaufland - die führenden deutschen Discounter investieren Milliarden in ihr Flächennetz im In- und Ausland. Trotz unterschiedlicher Ansätze wollen alle standortspezischer auftreten und mehr Frischekompetenz beweisen. Die LZnet-Redaktion zeigt die spannendsten Discount-Pilotmärkte des Jahres.

  • Aldi Nord wird emotional

    Mit seiner neuen Konzeptfiliale in Herten wagt sich Aldi Nord noch einen Schritt weiter als im Gladbecker Vorgängermodell. Neben der intensiveren Frischebetonung versucht der Discounter, den gesamten Einkauf stärker zu emotionalisieren. Und das sowohl in der Ladengestaltung als auch im Sortiment. Die Aktionsfläche für ein Rezept der Woche mit passenden Zutaten, regionaltypische innovative Produkte oder die gefühligere Instore-Kommunikation sind dafür nur einige Beispiele. Das frühere, rein rationale Discountversprechen der preiswerten Versorgung tritt in den Hintergrund.

  • Aldi Süd setzt auf Wohlfühlatmosphäre

    Die Mülheimer gehen in ihrem aktuellen Konzept einen ähnlichen Weg - ein Beispiel dafür ist die Filiale in Frankfurt-Gallus. Der Kunde soll in hochwertigerer Ladenoptik bequem einkaufen, idealerweise mehr Zeit auf der Fläche verbringen und mehr zum Impulskauf angeregt werden. Im hinteren Teil des Marktes sollen Obst und Gemüse zusammen mit Wein, Pasta, Öl und Fleisch zum Beispiel eine Kochzone bilden. Durch die Sortimentsausweitung auf knapp 1400 Artikel, mehr Markenprodukte, witzigeres Marketing und offenere Kommunikation verzeichnet der Mülheimer Discountkonzern 2017 kräftige Umsatzzuwächse.

  • Kaufland verzichtet auf Chichi

    Zurück zur multiplizierbaren Mittelklasse - nach Testläufen mit Premiumanstrich stellt sich Kaufland in seinem City-Markt am Berliner Alexanderplatz wieder bodenständiger auf. Schließlich möchte der Großflächendiscounter bis 2020 die Modernisierung des Ladennetzes abgeschlossen haben. Mit unaufdringlichem Ladendesign, moderaterem Preismarketing, einem Sortiment ohne Extravaganzen, mehr Frische und weniger Nonfood will Kaufland seine Kunden nachhaltig überzeugen.

  • Lidl goes USA

    Vor gut einem halben Jahr startete Lidl mit ersten Filialen in USA. Schicke Glasfronten, recht große Verkaufsflächen von bis zu 2000 qm, Verkaufspreise unter dem Wettbewerberniveau und einem frischebetonten Sortiment will der deutsche Discounter die amerikanischen Verbraucher schnell für sich gewinnen. Doch die Lidl-Expansion zeigt anscheinend nicht auf Anhieb die gewünschten Erfolge. Das Management justiert nach. Neue Standorte werden strenger auf Rentabilität geprüft, kleinere Filialtypen künftig nicht ausgeschlossen. 

  • dm zieht nach Bella Italia

    Auch der discountierende Drogeriemarktprimus dm investiert verstärkt in die Auslandsexpansion. Nach einem  ersten Anlauf bis zum Jahr 2005 wagen sich die Karlsruher erneut in italienische Gefilde. Diesmal startet dm im Norden des Landes mit einem ersten Markt in Mailand, danach folgen die Standorte Bozen und Udine. Profilierungsbausteine sind beste Einkaufslagen, kompakte Filialgrößen zwischen 400 und 600 qm und der Schwerpunkt auf die Themen Schönheit, Gesundheit und Haushalt. Bis Ende 2018 will dm 35 Filialen eröffnet haben.
Wasgau Pirmasens
T. Schindel

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