Dänischer Fonds - Französische Weiterbildung

von Judit Hillemeyer
Donnerstag, 17. Juni 2004
Seit 26 Jahren gibt es in Dänemark eine Ausbildungsabgabe in Form eines Fonds. Das System hilft vor allem mittelständischen und kleinen Betrieben bei der Berufsausbildung junger Menschen.



Pro Quartal und Beschäftigten zahlen dänische Arbeitgeber umgerechnet 50 Euro in einen Fonds.

An das ausbildende Unternehmen fließt aus diesem Topf der Lohnersatz für die Tage zurück, an denen Auszubildende in der Berufsschule und damit nicht produktiv für den Betrieb sind.

Im Ausland lernen

Im vergangenen Jahr sollen 1,7 Mrd. Kronen für 83 000 Auszubildende in 24 500 Unternehmen überwiesen worden sein. Verwaltet wird der Fonds von Arbeitgebern und Gewerkschaften. Dabei wurden die Aufgaben in den vergangenen Jahren erweitert.

Dazu gehören mobilitätsfördernde Maßnahmen. 2003 wurden somit 1 300 Betriebspraktika im Ausland finanziert - davon ein Drittel in Deutschland. Dass Jugendliche in Dänemark keinen Ausbildungsplatz finden, scheint eher die Ausnahme zu sein.

Bis auf wenige Modeberufe wie das Friseurgewerbe soll das betriebliche Angebot sehr gut sein, so das Kopenhagener Ausbildungsministerium. In aller Regel fänden die Azubis nach der Lehre auch einen Arbeitsplatz.

Keine Ausbildungs-, jedoch eine Weiterbildungsabgabe haben die Franzosen eingeführt. Betroffen sind alle Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nicht selbst weiterbilden. Die meisten französischen Unternehmen investierten das Geld lieber in eigene Weiterbildungssysteme. (juh)

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