Ältere Mitarbeiter weiterhin fördern

von Judit Hillemeyer
Freitag, 19. Januar 2007
Unternehmen sollten stärker auf ältere Mitarbeiter bauen, damit ihnen nicht wertvolles Wissen verloren gehe, wenn ab 2015 die so genannten "Baby-Boomer" ins Rentenalter kommen. So zitiert der Verlag für die Deutsche Wirtschaft Dr. Sven Völpel, Professor für Betriebswirtschaft am Jacobs Center für lebenslanges Lernen der Internationalen Universität Bremen.



Wer in einigen Jahren qualifizierte und erfahrene Mitarbeiter halten wolle, müsse jetzt die Weichen stellen, rät Völpel den Unternehmen. Es gebe keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass ältere Mitarbeiter weniger produktiv sind, sagt der Wissenschaftler. Ältere Menschen würden nicht in den Ruhestand geschickt, weil sie weniger produktiv als jüngere seien, sondern weil sie zu teuer seien: Ein 50-Jähriger am Fließband koste 50 Prozent mehr als ein jüngerer Mitarbeiter, der dieselbe Tätigkeit ausübe.

Hinzu kamen bis 2006 staatliche Subventionen für Unternehmen, die sich von älteren Mitarbeitern trennen. Ein Mitarbeiter, der mit Mitte 40 geschult werde, habe bei künftig längerer Lebensarbeitszeit durchaus Zeit, die Investition durch Leistung zurückzuzahlen. Eine preiswerte Lösung für Firmen wäre die Job-Rotation. Auch über horizontale Karriereschritte - zur Seite, statt nach oben - werden neue Aufgabengebiete erschlossen, die Älteren wieder neue Perspektiven eröffnen. (juh)

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