Nur wenige Frauen auf Spitzenposten

von Christiane Düthmann
Freitag, 08. Juni 2012
Börsennotierte Unternehmen der Konsumgüterwirtschaft
LZ-Grafik
Börsennotierte Unternehmen der Konsumgüterwirtschaft
Die Fortschritte halten sich in Grenzen. Dem aktuellen "Women-on-Board-Index" zufolge ist der Frauenanteil an der Spitze börsennotierter Unternehmen in Deutschland seit Januar 2011 lediglich um 2,2 Prozentpunkte gestiegen.
"In Aufsichtsräten und Vorständen der 160 DAX-, MDAX-, SDAX und TecDAX-Unternehmen sind insgesamt nur 8,7 Prozent Frauen vertreten", sagt Monika Schulz-Strelow, Präsidentin der Organisation Fidar (Frauen in die Aufsichtsräte), die das Ranking herausgibt.

13,7 Prozent sind es in den Aufsichtsräten, 3,7 Prozent in den Vorständen. Zwar sei die Zahl der "frauenfreien Führungsetagen" von 74 auf 56 gesunken und einige Unternehmen hätten "deutliche Sprünge nach vorn gemacht". Henkel etwa kann sich von Platz 16 auf 8 verbessern.

Doch gebe es nach wie vor "gewaltigen Aufholbedarf bei der Chancengleichheit". Im Vergleich mit dem Ausland falle Deutschland zurück, weil in vielen Staaten verbindliche Quoten dafür gesorgt hätten, dass mehr Frauen zum Zuge kommen. Hierzulande haben nur 13 Prozent der Unternehmen 20 oder mehr Prozent weibliche Top-Leute. (cd)

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