Frauen verdienen weniger als Männer

von Redaktion LZ
Freitag, 23. Oktober 2009
Frauen werden immer noch schlechter bezahlt als Männer. Im Durchschnitt liegt der Einkommensunterschied bei 23 Prozent.

Die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen sind anhaltend groß. Belegt wird dies durch eine seit 2004 laufende Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung, bei der insgesamt 106.000 Datensätze ausgewertet wurden.

Danach verdienen Frauen in den ersten drei Berufsjahren im Schnitt 18,7 Prozent weniger als Männer. Bei Arbeitnehmerinnen, die vier bis zehn Jahre im Job sind, ist die Vergütung sogar durchschnittlich 21,7 Prozent schlechter.

Die Studie zeigt außerdem, dass Frauen mit einem Monatsanfangsgehalt von 2.197 Euro brutto einsteigen. Männer hingegen kassieren im ersten Berufsjahr schon 2.677 Euro. Nach zehn Jahren sind es bei den Arbeitnehmerinnen im Schnitt 2.627 Euro, ihre männlichen Kollegen verdienen zu diesem Zeitpunkt bereits 3.357 Euro.

Die Höhe des Einkommensunterschieds schwankt jedoch von Branche zu Branche. So liegt die Differenz im EDV-Bereich bei 10 Prozent schlechterer Bezahlung für Frauen, während die Kluft in der Nahrungsmittelverarbeitung 20 Prozent beträgt.

Als durchschnittlicher Gehaltsunterschied in Deutschland wurden 23 Prozent ermittelt. Sogar bei gleicher Ausbildung, gleichem Alter und gleichem Beruf beziehen Männer der Untersuchung zufolge 12 Prozent mehr. (ce)

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