Personaler lehnen Frauenquote ab

von Redaktion LZ
Donnerstag, 13. Mai 2004
Nahezu einhellig lehnt die deutsche Wirtschaft die so genannte "positive Diskriminierung" von Frauen im Management ab. Wie aus einer internationalen Umfrage von Accountemps Zeitpersonal, München, unter 773 Personalmanagern hervorgeht, sprechen sich die Befragten in Deutschland zu 94 Prozent gegen eine Bevorzugung durch spezielle Frauenquoten aus.



Weltweit ist dies der mit Abstand absolute Spitzenwert. Im internationalen Durchschnitt befürworten 18 Prozent aller Personalverantwortlichen feste Quoten für Managerinnen. Irland steht mit 42 Prozent Zustimmung an erster Stelle. 82 Prozent der Befragten lehnen Frauen-Fördermaßnahmen ab.

In den meisten Ländern läuft der Studie zufolge eine unsichtbare Grenze zwischen den Unternehmensgrößen: Während sich mittelständische Führungskräfte der Frauenförderung gegenüber etwas aufgeschlossener zeigen, halten sich ihre Kollegen in den Chefetagen der Konzerne mehrheitlich deutlich zurück.

Insgesamt 83 Prozent erklären, dass in ihrem Unternehmen Frauen nicht anders als Männer behandelt werden. In Deutschland glauben 85 Prozent der Befragten an die Gleichbehandlung der Geschlechter. Übertroffen wird diese Zahl von Belgien (92), Großbritannien (91) und Frankreich (89). Für spezielle Maßnahmen zur gezielten Unterstützung von Frauen-Karrieren sprechen sich nur 17 Prozent. (ba)

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