EU erhöht Druck auf AGs wegen Frauenquote

von Redaktion LZ
Montag, 04. April 2011
Der Druck auf Aktiengesellschaften, den Anteil von Frauen in ihren Vorständen und Aufsichtsräten zu erhöhen, steigt jetzt auch aus Brüssel. Laut Handelsblatt stehen in einem Grünbuch, das als Vorlage für gesetzliche Entwürfe dient, ein ganzes Bündel an gesetzlichen Eingriffen zu denen auch die Frauenquote zählt.
Der Binnenmarktkommissar Michel Barnier will das Grünbuch morgen vorlegen. In dem Papier werde die Förderung von Frauen gefordert und die Vorteile einer solch gesetzlich verordneten Frauenförderung dagestellt. Frauen in Gremien wie einem Aufsichtsrat oder einem Vorstand haben einen "positiven Effekt auf die kollektive Intelligenz eines Konzerns" und "unbestreitbar positive Auswirkungen" auf die Wirtschaft, so das Grünbuch.

Der Kommissar hat gesetzliche Regelungen angekündigt, wenn bis März 2012 keine substanziellen Änderungen erfolgt sind. Die Bundesregierung setzt derzeit noch auf freiwillige Maßnahmen der Unternehmen bis 2013.

Darüber hinaus plant EU-Kommissar Barnier die Zahl der Aufsichtsratsmandate, die ein einzelner Kontrolleur wahrnehmen darf, zu beschränken. Während in Deutschland Manager bis zu zehn Mandaten annehmen dürfen, ist die Zahl der Aufsichtsratsposten in Frankreich bereits auf fünf begrenzt. Die EU-Behörde denkt an eine Begrenzung auf drei Mandate pro Person. (hed)

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