Stufenplan zur Frauenquote

von Redaktion LZ
Mittwoch, 30. März 2011
Auf Einladung von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und ihren Kabinettskolleginnen Ursula von der Leyen, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sowie Rainer Brüderle trafen am 30. März Personalchefs der Dax-30-Unternehmen in Berlin zum Spitzengespräch über Frauen in Führungspositionen zusammen.
Der von Schröder vorgestellte Stufenplan wurde allerdings eher kritisch betrachtet. Die Chefs der Dax-Unternehmen sagten zu, jeweils für ihr Unternehmen "spezifische und differenzierte Ziele zur Erhöhung des Frauenanteils in der Belegschaft und in Führungspositionen" zu bestimmen.

Die Firmen sollen laut Schröder zunächst freiwillig den Frauenanteil in Führungsetagen fördern. Wenn es ihnen nicht gelingt, bis 2013 den Anteil von Frauen in Toppositionen zu verdreifachen, werde das Ministerium verbindliche Quoten festsetzen.

Ein entsprechendes Gesetz will Schröder noch in diesem Jahr vorlegen. Diese sogenannte "FlexiQuote" tritt dann als gesetzliche "Pflicht zur Selbstverpflichtung an die Stelle der jetzigen Selbstverpflichtung".

EU-Justizkommissarin Viviane Reding geht diese Regelung allerdings nicht schnell genug. Die EU-Kommission schlägt eine Frauenquote bereits für März 2012 vor.



(hed)

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