Ran an den Trog der Fressnapf-Akademie

von Judit Hillemeyer
Freitag, 10. Februar 2006
Doktore, Doktore, Foto: Fressnapf
Doktore, Doktore, Foto: Fressnapf
Überzeugen durch spezifisches Wissen. Fressnapf gründet eine interne Akademie. Ziel der Initiative ist ein spezifisches Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebot der Verkäufer in den Märkten.



"Weiterbildung ist wichtig für den Erfolg" heißt es bei der Fressnapf Tiernahrungs GmbH. Die dezentrale Weiterbildungs- und Qualifizierungsoffensive richtet sich an die rund 3.900 Mitarbeiter.

Der Startschuss für die Fressnapf-Akademie fiel im Januar mit einer Schulungsveranstaltung in Bad Oeynhausen. Auf dem Lehrplan stand das Seminar "erfolgreiche Verkäuferpersönlichkeit".

Geboren wurde die Idee bereits im Sommer vergangenen Jahres, die praktischen Vorbereitungen folgten im Herbst. Künftig sollen in der Akademie sämtliche Bildungsaktivitäten der Fressnapf-Gruppe unter einem zentralen Dach gebündelt werden.

Das Investitionsvolumen beträgt 100.000 Euro. Bereits im vergangenen Sommer eröffnete der Backshop-Betreiber Kamps eine eigene Akademie zur Vorbereitung der Franchisenehmer.

Im Rahmen der europäischen Expansion Fressnapfs dient die Einrichtung als "Center of Competence" für die jeweiligen Länder. Auf dem Schulungsplan stehen Trainings- und Seminarveranstaltungen an elf Veranstaltungsorten in ganz Deutschland.

Erste Generation an der Fressnapf-Akademie, Foto: Fressnapf
Erklärtes Ziel ist es, die Franchisepartner und deren Mitarbeiter zu "Fressnapf-Profis" auszubilden.

Ende dieses Jahres soll die Akademie in das neue Verwaltungsgebäude in Krefeld integriert werden. An dem dezentralen Konzept wird das Unternehmen dennoch festhalten.

Bestritten wird der Unterricht überwiegend von eigenen Mitarbeitern wie Produktmanagern, Tierärzten und Ressortleitern. Ein Teil des Unterrichts übernehmen Trainer der MCM-Business Solutions in Krefeld.

"Unser Anspruch auf die Marktführerschaft lässt sich nur mit gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeitern aufrecht erhalten. Insofern markiert der Start der Akademie einen neuen Abschnitt in der Mitarbeiterqualifizierung", erklärt Torsten Toeller, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Fressnapf.

Fachwissen vermitteln

Das Unternehmen, das auf dem Franchise-System basierend in Deutschland rund 580 Märkte betreibt, begreift das Fach-, Prozess- und Verkaufswissen der Mitarbeiter in den Märkten als grundlegendes Differenzierungsmerkmal zu allen übrigen Wettbewerbern. Zugleich wertet Fressnapf die eigene Akademie als Imagefaktor in der Öffentlichkeit.

"Von einem Mitarbeiter im führenden Fachdiscounter für Tiernahrung erwartet der Kunde persönliches und fachliches Profil", so Toeller. Auch bei der Gewinnung von neuen Franchisepartnern und Mitarbeitern hat die Akademie eine strategische Bedeutung.

Insgesamt 32 Seminare bietet der Tierfutterspezialist seinen Mitarbeitern im ersten Quartal 2006 an. Je nach persönlicher Qualifikation besuchen die Teilnehmer entweder eine Basis-, eine Aufbau- oder eine Profi-Veranstaltung.

Kompetenz im Verkauf

Das Bildungsangebot steht auf fünf Säulen beziehungsweise gliedert sich in folgende Seminartypen: Führungskompetenz, Fachwissen, Verkaufskompetenz, Prozessmanagement/IT sowie Unternehmer-Know-how.

Die Teilnehmer arbeiten und diskutieren in Gruppen, führen Rollentrainings durch und schauen sich praxisnahe Lehrfilme an. Außerdem erhalten Sie umfassende Arbeitshefte, mit denen sie auch nach dem Seminar Inhalte vertiefen können.

Am Ende eines jeden Seminars machen die Teilnehmer einen persönlichen Kompetenz-Check und erhalten als Leistungsnachweis ein Teilnahme-Zertifikat mit der erreichten Punktzahl.

Die Resonanz der Franchisenehmer und deren Mitarbeiter auf die Akademie sei groß, heißt es bei Fressnapf, weil es sich um ein spezifisches Bildungsangebot handelt, das speziell auf die Mitarbeiter zugeschnitten.

Im Vorgrund steht vor allem Kunst des Verkaufens und der Beratung ist. Die Kosten der ein- bis dreitägigen Seminare inklusive Unterkunft und Verpflegung tragen die Franchisenehmer. Sie belaufen sich auf rund 250 Euro. (juh)

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