Den Talentpool rechtzeitig füllen

von Redaktion LZ
Freitag, 14. Oktober 2011
LZnet. Um personellen Engpässen in der Managementriege entgegenzuwirken, ist ein systematisches Vorgehen erforderlich, das Führungskräfte intern aufbaut und an das Unternehmen bindet. Das betonen die Autoren der Studie "Creating People Advantage 2011”, die die Boston Consulting Group (BCG) und die European Association for People Management (EAPM) gemeinsam vorgelegt haben. Mehr als 2.000 Manager in 35 europäischen Ländern wurden dazu befragt.
53 Prozent der Topkonzerne (gemessen an Umsatz und Wachstum der letzten drei Jahre) verfügen bereits über eine integrierte Strategie, um Talente zu rekrutieren, aufzubauen und zu binden, aber nur 27 Prozent der weniger erfolgreichen Unternehmen, haben die Studienmacher herausgefunden.

"Talente zu entwickeln, braucht Zeit. Unternehmen sollten Größe und Zusammensetzung des Talentpools in Abhängigkeit von der Unternehmensstrategie langfristig planen", rät Dr. Rainer Strack, verantwortlich für Personalthemen bei der BCG.

Langristige Bindung der Talente

Die meisten Programme zielen auf erfahrene Führungskräfte ab. Nur bei 35 Prozent der Companys würden bereits junge Mitarbeiter systematisch gefördert. Und das, obwohl sich so etwas auszahlt. "Entwicklungsmöglichkeiten binden Talente langfristiger an das Unternehmen als Einkommen und Boni", weiß Prof. Gerold Frick, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Personalführung und EAPM-Manager.

Auch bei Überzeugung und Einbindung des Topmanagements bestehe noch Nachholbedarf. Bei den meisten untersuchten Unternehmen wende der Geschäftsführer maximal neun Tage im Jahr für Talent-Management auf.

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