Interkulturelles Know-how zählt

von Silke Biester
Freitag, 13. Juli 2012
Fach- und Führungskräfte brauchen für die länderübergreifende Zusammenarbeit nicht nur Sprachkenntnisse, sondern auch eine intensive Vorbereitung auf die Arbeitsweise anderer Länder. Darauf weist das Carl Duisberg Institut hin. International operierende Unternehmen sollten ihre Personalentwicklung diesen Herausforderungen anpassen, meint Dr. Kai B. Schnieders, Geschäftsführer des Kölner Trainingsspezialisten.
Bestätigt wird er dabei auch von Dr. Ursula Schütze-Kreilkamp, Leiterin Executive Development der Rewe Group: "Für einen in Europa tätigen Handels- und Touristikkonzern ist die interkulturelle und fremdsprachliche Kompetenz der Führungskräfte und Mitarbeiter ein integraler Bestandteil der Internationalisierung. Führungskräfte und Mitarbeiter müssen bereit sein, die jeweiligen Kulturen des Gastlandes zu kennen, zu verstehen und sensibel zu agieren."

Zustimmung ist noch keine Handlung

"Yes ist nicht gleich ja", veranschaulicht der Weiterbildungsanbieter Resultance. So könne es beispielsweise einem deutschen Manager in Asien passieren, dass ein Mitarbeiter eine Reihe von Änderungswünschen für ein gemeinsames Projekt zwar mit "Yes, Sir" entgegennimmt, aber keine Taten folgen lässt.

Denn für viele asiatische Mitarbeiter bedeute ein solches "Yes" nur "ich habe verstanden". Um auch etwas zu tun, erwarten sie aber zusätzlich eine ausdrückliche Erlaubnis zum Handeln. Sprachkenntnisse allein schützen nicht vor Missverständnissen, sind sich die Kulturexperten einig und empfehlen, das interkulturelle Know-how im Unternehmen auszubauen. (sb)

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