Managementwechsel nicht plant

von Redaktion LZ
Freitag, 04. Juni 2004
Jedes dritte mittelständische Familienunternehmen in Hamburg ist auf unvorhersehbare Ereignisse wie Unfall, Krankheit oder Tod in der Geschäftsführung schlecht oder gar nicht vorbereitet.



So das Ergebnis einer gemeinsamen Studie der Handelskammer der Hansestadt und des Bonner Instituts für Mittelstandsforschung. Laut Untersuchung, bei der 3 800 Hamburger Betriebe befragt wurden, gibt es bei 46 Prozent der interviewten Unternehmen keine Stellvertreter-Regelung.

Nur zwei Drittel der Firmenübergaben erfolgen durch altersbedingten Ruhestand planmäßig. Mehr als zwei Drittel der Hamburger Betriebe haben keinerlei finanzielle Vorkehrungen für den Risikofall getroffen; auch ein Testament oder ein Ehevertrag existieren nur bei einer Minderheit.

Die Analyse zeigt weiterhin, dass das Eigentum der Mittelständler in erster Linie auf eine Person übertragen wurde. Für einen erfolgreichen Generationswechsel ist nach Angaben der Befragten die persönliche Eignung des Nachfolgers wichtiger als seine fachliche Kompetenz.

Eine neue Geschäftsführung wird fast ausnahmslos als "Frischzellenkur" empfunden, die neue kreative Ideen, verbesserte Kunden- und Lieferantenbeziehungen und die Erschließung neuer Märkte bringen kann. Größten Handlungsbedarf sehen die befragten Unternehmer beim Steuerrecht, gefolgt vom Arbeits- und Sozialrecht. (ba)

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats