Kommentar Gefährliches Schweigen

Der Fall scheint klar zu sein. In der Aldi-Niederlassung in Mahlberg hat der stellvertretende Bereichsleiter gemeinsam mit Mitarbeitern missliebige Auszubildende mit Frischhaltefolie an Pfosten gefesselt und drangsaliert. Die Mitarbeiter hätten den Lehrlingen mit Edding-Stiften das Gesicht beschmiert, um sie, angelehnt an den Brauch der "Fuxenbrandung", wie er bei einigen Burschenschaften üblich sei, "anzuschwärzen". Das schrieb der "Spiegel" vor einigen Tagen. Vorgesetzte hätten diese Schikane verfolgt und gebilligt. Die eigentliche Quelle ist das neue Buch des ehemaligen Aldi-Managers Andreas Straub, der – wie in seinem ersten Werk – Missstände bei Deutschlands größtem Discounter anprangert.

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