Variable Gehälter in Krisenzeiten

von Judit Hillemeyer
Freitag, 20. März 2009
Als Reaktion auf die Finanzkrise fallen die Gehaltserhöhungen von 2008 auf 2009 in vielen Ländern geringer aus als in den Vorjahren. Geschäftsführer in Großbritannien verzeichnen Gehaltszuwächse von 2,9 Prozent (Vorjahr: 5,1 Prozent), in der Schweiz erhöhten sich die Grundgehälter im Top-Management um 4,3 Prozent und in Deutschland um 4 Prozent (Vorjahreswerte: 4,5 beziehungsweise 4,9 Prozent).



Dies sind Ergebnisse der Studie "Remuneration in Western Europe 2009", der Managementberatung Kienbaum in Zusammenarbeit mit dem European Compensation Network. Britische und deutsche Vorstandschefs mit mehr als 1.000 Mitarbeitern liegen im Vergleich in Westeuropa mit einer Jahresgesamtvergütung von 585.000 beziehungsweise 535.000 Euro weiter vorn.

Atmende Vergütungssysteme

Variable Bezüge sind unter den Top-Verdienern von großer Bedeutung. Gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten sei der Aufbau beziehungsweise die Stärkung eines "atmenden Vergütungssystems" eine wichtige Marktanforderung, sagt Alexander von Preen. So könnten Kontrolle der Personalkosten und Nachhaltigkeit der Anreizwirkung gewährleistet werden.

Leistungsbezogene Zahlungen nehmen bei britischen, deutschen und österreichischen Geschäftsführern einen besonders hohen Stellenwert ein. Deren Jahresgesamtbezüge bestehen im Mittel zu 30 Prozent aus variablen Anteilen. In italienischen und französischen Firmen beziehen Geschäftsführer nur 10 bis 15 Prozent ihres Gehalts als Bonifikationen. (juh)

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