Mehr Geld in der Verwaltung

von Redaktion LZ
Freitag, 17. August 2012
LZnet. Mitarbeiter in kaufmännischen Funktionen können sich trotz Eurokrise über eine ordentliche Gehaltserhöhung freuen. Das zeigt eine aktuelle Vergütungsanalyse von Kienbaum.
Führungskräfte im kaufmännischen Bereich verdienen im Vergleich zum Vorjahr 3,5 Prozent mehr, Fachkräfte sogar 3,8 Prozent und Sachbearbeiter 2,3 Prozent. "Die Steigerung der Gehälter hat die Erwartungen übertroffen", sagt Christian Näser, Vergütungsexperte bei Kienbaum. Aufgrund der  wirtschaftlichen Unsicherheiten im vergangenen Jahr waren die Unternehmen ursprünglich nur von einem Gehaltszuwachs zwischen 2,5 und 3,4 Prozent ausgegangen.

Die Jahresgesamtbezüge inklusive Boni und weiterer Vergütungskomponenten belaufen sich bei kaufmännischen Führungskräften durchschnittlich auf 122.000 Euro. Fachkräfte bringen es auf 63.000 Euro, Sachbearbeiter verdienen 47.000 Euro. Spitzenverdiener ist die kaufmännische Gesamtleitung mit 167.000 Euro, gefolgt von den Leitern Unternehmensplanung und -entwicklung, die 158.000 nach Hause tragen, und den Leitern Finanzanlagen mit 151.000 Euro.

Frauenanteil bleibt unverändert

Bei den Führungskräften steigt das Gehalt mit zunehmender Unternehmensgröße signifikant: Sie erhalten in Unternehmen mit 500 bis 1.000 Mitarbeitern 110.000 Euro, in großen Firmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern verdienen sie fast ein Drittel mehr. Bei den Fachkräften und Sachbearbeitern sind die Unterschiede geringer: Die Bandbreite reicht von 60.000 bis 74.000 Euro beziehungsweise 40.000 bis 50.000 Euro.

Der Frauenanteil in kaufmännischen Führungspositionen liegt der Analyse zufolge unverändert zum Vorjahr bei 18 Prozent. Bei den Fachkräften ist mit 57 Prozent inzwischen mehr als die Hälfte weiblich.

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