Trend zu variabler Vergütung hält an

von Redaktion LZ
Donnerstag, 23. Dezember 2010
LZnet. Deutsche Unternehmen setzen mehrheitlich auf variable Bezahlung. Die öffentliche Diskussion über die Höhe von Bonuszahlungen und aktuelle gesetzliche Regeln, wie sie für Vorstände von Aktiengesellschaften gelten, sind für die Mehrzahl kein Anlass, ihr Vergütungssystem umzubauen.
Wenn etwas geändert wird, nutzen die Befragten die Gelegenheit, um Leistungskriterien zu verschärfen oder Leistungsschwellen anzuheben. Dies ergab eine Untersuchung von Vergütungsstrukturen der DAX 30 sowie weiterer 160 nicht börsennotierter Unternehmen, die die Berater der Hay Group und die Bertelsmann Stiftung vornahmen. Die Wiesbadener Business School begleitete das Projekt wissenschaftlich.

Motivation der Mitarbeiter nicht automatisch erhöht

Viele Firmen hoffen, mit variabler Entlohnung die Leistung der Mitarbeiter sowie die Identifikation mit dem Unternehmen zu steigern. Wie die Studie feststellt, werden diese Ziele jedoch nicht zwangsläufig erreicht.

Drei Viertel der betrachteten Unternehmen beurteilen ihr variables Vergütungssystem als transparent und von den Mitarbeitern verstanden. Die Mehrheit würde es wieder einführen, wenn auch mit Modifikationen.

Ziele und Leistungen des Top-Managements und der leitenden Angestellten mit einer variablen Komponente zu verknüpfen, halten 85 Prozent für sinnvoll. Ob Führungskräfte auf die Einhaltung der Corporate-Governance-Regeln achten, fließt in die Leistungsbewertung allerdings kaum ein.

Für das Top-Management sowie für leitende Angestellte gelten die Kennzahlen als wichtigstes Kriterium. Hochqualifizierte Spezialisten und Manager im AT-Bereich werden ebenfalls daran gemessen.

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