Wissenschaftspreis Generation Y fordert die Branche heraus

von Christiane Düthmann
Donnerstag, 05. März 2015
Strahlende Sieger: Björn Asdecker, Marco Schwenke, Markus Dollmann und Freimut Bodendorf (v.l.)
Steffen Hauser
Strahlende Sieger: Björn Asdecker, Marco Schwenke, Markus Dollmann und Freimut Bodendorf (v.l.)
EHI Stiftung und GS1 Germany haben die diesjährigen Wissenschaftspreise vergeben. Die Frage, wie die Branche auf die Generation Y reagiert, bildete den inhaltlichen Rahmen des Festaktes.
Oft wird über die Generation Y gesprochen – EHI Stiftung und GS1 nutzen die Vergabe des Wissenschaftspreises 2015 dazu, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Steffi Burkhart (29) ist eine typische Vertreterin dieser Zielgruppe und konfrontiert die rund 300 Gäste aus Handel und Industrie mit den Werten ihrer Altersgenossen.

"Ein hohes Gehalt, ein Dienstwagen oder ein Bonus ist nicht das, was wie vom Berufsleben erwarten", distanziert sie sich von den Ansprüchen der überwiegend zu den "Babyboomern" zählenden Zuhörer. Vielmehr suchen junge Menschen Sinn und Spaß bei der Arbeit, sie wollen, dass ihre Meinung zählt und wünschen sich auch von Führungskräften einen Dialog auf Augenhöhe. "Unsere Forderungen bringen eine bessere Arbeitswelt für alle", ist die Sportwissenschaftlerin überzeugt.

Die Top-Manager in der anschließenden Talkrunde nehmen diesen Ball gerne auf. Ikea-Personalchefin Petra Hesser sieht in der "konstruktiven Unzufriedenheit mit der herrschenden Situation eine wesentliche Voraussetzung für Innovationen". Henkel kommt der Generation Y mit Flexibilität entgegen, etwa bei der Arbeitszeitgestaltung, so Personalvorstand Kathrin Menges. Götz Werner macht sich für einen anderen Begriff von Führung stark. "Die Hochnäsigkeit zu denken, dass ein anderer unter mir steht" ist dem dm-Gründer und EHI-Präsidenten ein Graus.

 

Und das sind die Preisträger: Markus Dollmann wird für die beste Bachelor-Arbeit geehrt – er beschreibt eine Software, die Stimmungen in Online-Kundenbewertungen erkennt. Marco Schwenke erforscht in seiner Masterarbeit den Einfluss der Kundenorientierung der Verkäufer auf Preisverhandlungen.

Dr. Björn Asdecker schlägt in seiner Dissertation einen innovativen Weg ein, um Retouren effektiver zu managen. Der Preis für die beste Kooperation geht an Prof. Freimut Bodendorf von der Uni Erlangen für das Projekt "Service Fascination" in Zusammenarbeit mit Adidas.

(cd)

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