Europa sucht Vertriebsprofis

von Judit Hillemeyer
Freitag, 01. Juli 2005
Vertriebsmitarbeiter, Ingenieure und IT-Spezialisten sind derzeit Europas knappste Ressource. Diese Positionen können trotz hoher Arbeitslosenzahlen von den Firmen nur schwer besetzt werden. 26 Prozent der Unternehmen haben derzeit Probleme bei der Besetzung von Vertriebspositionen. Das entspricht einem Anstieg von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.



Die Nachfrage nach Ingenieuren ist leicht rückläufig. Ein Jahr zuvor hatten noch fast 30 Prozent der befragten Personalmanager Probleme, geeignete Kräfte zu finden.

Während zu dieser Zeit noch die Ingenieure an der Spitze der gefragten Mitarbeiter standen, teilen sie sich heute diesen Platz mit den Vertriebsprofis. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Jobbörse Stepstone unter mehr als 1 800 Personalmanagern in sieben europäischen Staaten.

Demnach ist vor allem in Deutschland die Nachfrage nach Vertriebsmitarbeitern gestiegen. Knapp ein Drittel der Befragten kann offene Stellen nur schwer besetzen. Im Jahr zuvor waren es 23 Prozent. Auch die Suche nach IT-Spezialisten gestaltet sich offensichtlich schwierig.

21 Prozent der HR-Manager melden derzeit einen Engpass an IT-Kräften. Mit einem Anstieg von 10 Prozent ist der Bedarf besonders in den Niederlanden gewachsen. Heute stellt für 24 Prozent der niederländischen Unternehmen die Suche nach IT-Mitarbeitern die größte Herausforderung dar.

Auch die Nachfrage an Marketingexperten wächst. Hatten im europäischen Vergleich zum Jahr 2004 nur 4 Prozent der Unternehmen Schwierigkeiten, Mitarbeiter aus diesem Bereich zu finden, sind es heute 8 Prozent. In Norwegen ist die Nachfrage sogar von 0 auf 8 Prozent gestiegen.

(juh)

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