Wer malt und tanzt, hat auch Ideen

von Redaktion LZ
Freitag, 28. Juli 2006
Globus-Nachwuchs fertigt das
Globus-Nachwuchs fertigt das
LZ|NET/juh Malen, werken, tanzen - die Globus SB-Warenhaus Holding beschreitet mit der"Kultur-Werkstatt" neue Wege der Nachwuchsförderung. Auszubildende stellen sich künstlerischen Aufgaben.



"Es geht uns nicht darum, unseren Nachwuchs zu Künstlern auszubilden", erläuterte Sabine Ment, Globus-Koordinationsleiterin des Bereiches Mitarbeiterservice. "Die Kunst ist das Medium, sich neuen Aufgabenbereichen zu stellen." In erster Linie dient das Projekt dazu, "Wahrnehmung und Sozialverhalten zu stärken sowie Mut zu verantwortlichem Handeln zu entwickeln".

Die Kultur-Werkstatt startete als Pilotprojekt, an dem sich 75 Lehrlinge aus 14 SB-Warenhäusern aus dem Saargebiet und angrenzenden Regionen beteiligten. Die meisten befinden sich am Ende des ersten Lehrjahres.



Unter Leitung der Künstlerin Mariott Stollsteiner und ihrem Team der Stollsteiner Art & Business hatte der Globus-Nachwuchs eine Woche lang Gelegenheit, kreative Talente zu entfalten. "Während dieser Zeit lernten die Jugendlichen, über ihren eigenen Schatten zu springen", sagt Nicole Rodenbüsch, verantwortlich für Ausbildung und Fachtraining bei Globus. Und das gelang allen, trotz anfänglicher Skepsis. Auf dem Programm standen Tanz, Bildhauerei, Gesang, Malerei und Schauspiel. Zum Abschluss wurden die Ergebnisse coram publico präsentiert.

Lust auf Kunst

"Diese Erfahrung hat das Selbstbewusstsein und Gruppengefühl der Auszubildenden gestärkt", so Stollsteiner. "Sie lernten, sich auf unbekanntem Terrain zu bewegen und sich auf Neues einzulassen - Fähigkeiten, die sie im Einzelhandel brauchen". Der Workshop ist Übungsfeld und Ideenschmiede zugleich. Zudem dient das Konzept dazu, die Unternehmenswerte in der Gruppe zu leben.

Mit dem Erfolg des Projektes sind sowohl die Teilnehmer als die Projektverantwortlichen mehr als sehr zufrieden. Ment plant, diese Aktion künftig fest in das Ausbildungsprogramm zu integrieren. Ein vergleichbares Konzept könnte somit auch auf die Studenten der Berufsakademien übertragen werden.

Mit der gezielten Förderung der individuellen Fähigkeiten und der Sozialkompetenz der Jugendlichen will Globus seinem unternehmerischen Anspruch Rechnung tragen, Mitarbeiter in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen - und das von Beginn an.

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