Hygiene gegen Grippewelle

von Judit Hillemeyer
Freitag, 11. Dezember 2009
Die Bundesregierung warnt vor einer zweiten Schweinegrippe-Welle. Empfohlen werden Hygienemaßnahmen und Schutzimpfung.



In Deutschland sind insgesamt 182.000 Krankheitsfälle offiziell gemeldet. Die Dunkelziffer ist hoch. Aufgrund der Entwicklung des Virus H1N1 wird in diesem Winter mit einer zweiten Erkrankungswelle gerechnet. Vor diesem Hintergrund rückt die Hygiene insbesondere im Lebensmittelhandel in den Fokus der Verbraucher. Vor allem an den Bedienungstheken.

Nach einer von Ecolab initiierten Markterhebung des Kölner Rheingold-Instituts reicht eine "appetitliche, saubere Auslage und Präsentation" der Ware nicht aus. Das Personal müsse zudem gepflegt und verantwortungsbewusst auftreten, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen.

Hygiene und Schutzimpfung

Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, empfehlen das Bundesgesundheitsministerium und das Robert-Koch-Institut dem Verkaufspersonal häufiges und intensives Händewaschen. Nahezu alle Handelsunternehmen haben ihr Personal über diese Hygienemaßnahmen unterrichtet.

Arbeitgeber können noch mehr tun. "Seit Jahren empfehle ich den Kunden, die ich berate, dass sie ihre Mitarbeiter motivieren sollen, zur normalen Grippeschutzimpfung zu gehen", so Helmut Drolshagen, Inhaber des Beratungsunternehmens "Die Idee - Marketingkonzepte" in Bad Arolsen. "Unternehmen, die ich dazu motivieren konnte, hatten in der Zeit von September bis April Folgejahr bis zu 80 Prozent weniger Krankheitsausfalltage aus Grippegründen.

Die Summe aller Ausfalltage habe sich in dieser Zeit immerhin um 38 Prozent reduziert, erläutert Drolshagen. Entsprechend könnten Personalkosten gespart werden. In großen Betrieben handele es sich dabei schnell um eine Minimierung der Ausfallstunden im Millionen-Euro-Bereich. (juh)

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