England schützt ältere Arbeitnehmer

von Judit Hillemeyer
Freitag, 20. Oktober 2006
Insbesondere in Deutschland und Spanien sind viele Arbeitnehmer der Ansicht, dass ältere Arbeitssuchende diskriminiert werden - Norwegische Unternehmen werden am besten bewertet.



Europa sieht auf Großbritannien. Dort soll dieses Jahr mit den Equality (Age) Regulations ein Gesetz in Kraft treten, das die Benachteiligung älterer Arbeitnehmer bei der Bewerbung, Beförderung und Weiterbildung verhindern soll.

Das Gesetz wendet sich auch gegen ungerechtfertigte Vorruhestandsregelungen für unter 65-Jährige und streicht die bisher geltende Altersgrenze für den Kündigungsschutz.

Zwar werden die neuen Richtlinien nur in Großbritannien gelten, ihre Einführung wird jedoch auch in anderen europäischen Ländern mit großem Interesse verfolgt.

Antidiskrimminierung

Auch in Deutschland gilt seit dem 18. August 2006 ein neues Gleichbehandlungsgesetz, das Diskriminierungen bei der Stellensuche verhindern soll - ob wegen ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, sexueller Identität oder Alter.

Welche Länder in Europa sind führend beim Abbau der Diskriminierung gegenüber älteren Arbeitnehmern? Welche Länder benachteiligen jüngere Arbeitnehmer?

Nach einer Online-Umfrage des Karriereportals Monster unter 8.277 europäischen Arbeitnehmern aus unterschiedlichen Altersgruppen sind die Norweger am wenigsten voreingenommen bei Neueinstellungen, während ältere Arbeitssuchende in Deutschland anscheinend besonders häufig unter Diskriminierung leiden.

Weitere Informationen zu dieser Umfrage sind unter www.monster.de erhältlich. (juh)

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