Kosten der Ausbildung senken

von Judit Hillemeyer
Freitag, 14. Oktober 2005
In diesem Jahr haben die Unternehmen des Einzelhandels rund 1,5 Prozent Ausbildungsverträge mehr abgeschlossen als 2004. Das zeigte jetzt die aktuelle Umfrage des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE).



"Insgesamt haben etwa 66.600 junge Menschen in diesem Jahr ihre Berufsausbildung im Einzelhandel begonnen. Das ist eine besondere Leistung des Handels in schwieriger Zeit und ein sehr hilfreicher Beitrag zum Gelingen des Ausbildungspaktes zwischen Bundesregierung und Wirtschaft", sagte Wilfried Malcher, bildungspolitischer Experte des HDE. Insgesamt bilde der Wirtschaftszweig zurzeit etwa 175.000 Jugendliche aus.

Malcher wies darauf hin, dass für die Unternehmen das größte Hemmnis für mehr Ausbildung im Handel die hohen Ausbildungskosten seien. Im Vergleich zu 2003 hätten die hemmenden Faktoren "Kosten der Ausbildung" und "unzureichende schulische Voraussetzungen der Bewerber" für die Unternehmen deutlich an Gewicht zugenommen.

"Wir brauchen deshalb eine vernünftige Tarifpolitik, die hieraus Konsequenzen zieht. Der HDE hat daher für die laufenden Tarif-verhandlungen eine Ausbildungsinitiative für den Einzelhandel gefordert.

In ihrem Mittelpunkt steht eine Senkung der tariflichen Ausbildungskosten. Das könne durch eine Erhöhung der Anwesenheitszeiten der Auszubildenden im Betrieb sowie durch die Be-grenzung der Ausbildungskosten geschehen.

So ließen sich die Voraussetzungen für mehr Ausbildung im Einzel-handel verbessern. Im Interesse der Jugendlichen, die noch einen Ausbildungsplatz suchen, sollte Verdi das Verhandlungsangebot des HDE aufgreifen, forderte Malcher. (juh)

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