Einzelhandel lehnt Mindestlohn ab

von Judit Hillemeyer
Freitag, 22. Januar 2010
Einen gesetzlichen Mindestlohn für den Einzelhandel, wie ihn etwa SPD-Generalsekretärin Nahles fordert, lehnt der Handel ab.



Die Branche sehe in Zeitarbeit ein flexibles Personalinstrument, zähle sich aber selbst "nicht zu den klassischen Leiharbeitsbranchen", so Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE) in Berlin.

Das gehe aus dem von der Bundesarbeitsministerin vorgestellten Forschungsbericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit hervor. Danach haben 2008 nur 2 Prozent der Unternehmen in den Bereichen "Handel und Reparatur" Zeitarbeiter entliehen.

Einzelhändler hätten großes Interesse, ausgebildete Mitarbeiter dauerhaft an sich zu binden. Laut Genth werden über zwei Drittel der Angestellten nach Tarif entlohnt. (juh)

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