Handel honoriert akademische Bildung

von Christiane Düthmann
Freitag, 30. April 2010
Lohnender Aufstieg
Lohnender Aufstieg
Die Vergütungsberatung Personalmarkt, Hamburg, hat die Einstiegsgehälter von Jungmanagern im Handel analysiert. Neben der Unternehmensgröße wirkt sich vor allem der akademische Abschluss auf die Höhe des Salärs aus.
Nach zwei Jahren im Beruf liegen die Gehälter von Jungmanagern im Handel noch vergleichsweise eng beieinander, hat die Vergütungsberatung Personalmarkt herausgefunden. Der Median beträgt 36.208 Euro im Jahr. Aber der Blick auf die Details lohnt. Ein entscheidender Faktor für die Entlohnung ist die Unternehmensgröße. Wer viel verdienen will, sollte nicht gerade beim kleinsten Anbieter anheuern. Denn legt man den Mittelwert zugrunde, zeigt sich zwischen Unternehmen mit mehr als tausend und solchen mit weniger als hundert Mitarbeitern ein Gehaltsgefälle von immerhin rund 6.500 Euro, hat Personalmarkt herausgefunden.

Auch bei der Aufschlüsselung der Gehälter nach akademischem Abschluss machen sich Differenzen bemerkbar. Einen Master draufzusatteln oder einen Doktortitel ins Visier zu nehmen, zahlt sich aus. Gegenüber dem Bachelor, der sich mit 32.116 bis 38.346 Euro zufrieden geben muss, verdient ein Promovierter im Mittel gut 8.000 Euro mehr. Am oberen Ende der Skala beträgt das Plus sogar mehr als 21.000 Euro im Jahr.
Weniger gravierend wirkt sich das Studienfach aus.

Wirtschaftswissenschaftler mit zwei Jahren Berufserfahrung steigen zwischen 31.562 und 41.450 Euro ein, Naturwissenschaftler und Ingenieure liegen 1.000 bis 2.000 Euro darüber. Besonders lukrativ ist Informatik: Computerexperten tragen zwischen 36.000 und 45.698 Euro jährlich nach Hause.

Ob man sich für Einzelhandel, Groß- und Außenhandel oder Versandhandel/E-Commerce entscheidet, macht sich im Portemonnaie dagegen nur marginal bemerkbar. Die Gehaltsspanne reicht von 32.116 bis 40.519 Euro per annum.

Wesentlich deutlicher sind regionale Unterschiede, teilen die Vergütungsexperten weiter mit. Wer in Frankfurt am Main anheuert, streicht 115,7 Prozent des Bundesdurchschnitts ein. Mehr gibt es nirgendwo in der Republik. Im Mittelfeld liegen Städte wie Münster (101,4 Prozent) oder Kassel (99,2 Prozent). Am unteren Ende, in Frankfurt an der Oder, beträgt das Gehaltsniveau nur drei Viertel (74,1 Prozent) des Durchschnitts.
(cd)

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