Henkel-Chef fordert Elitenförderung in Deutschland

von Tanja Fries
Mittwoch, 14. Juni 2006
Der Chef des Henkel-Konzerns, Ulrich Lehner, fordert ein "effizienteres Lernen in Deutschland". Bei einer Presseveranstaltung sprach sich der Manager unter anderem für eine stärkere Elitenförderung aus.



Der Konsumgüterhersteller Henkel ist mehr denn je auf erstklassig ausgebildete Mitarbeiter angewiesen. Denn 2006 haben die Düsseldorfer zum "Jahr der Innovationen" ausgerufen. Weltweit arbeiten Teams - auch in Zusammenarbeit mit externen Einrichtungen wie Universitäten - an rund 1 500 Zukunftsprojekten. Dabei ist die Stoßrichtung klar: Nur mit komplexen Neuentwicklungen kann der Hersteller insbesondere auf den gesättigten Märkten in Westeuropa punkten.

Nicht zuletzt deshalb hat der Vorsitzende der Geschäftsführung der Henkel KGaA, Prof. Dr. Ulrich Lehner, noch einmal die Bedeutung der Bildungspolitik in Deutschland und den Stellenwert der Personalentwicklungsstrategie innerhalb der Henkel-Gruppe hervor gehoben.

Kürzere Studienzeiten

"Wir brauchen in Deutschland kürzere Schul- und Studienzeiten", sagte Lehner. Der Unternehmenschef sprach sich für eine bessere Elitenförderung aus, betonte aber auch die Notwendigkeit, schwächere Schüler zu unterstützen. So biete Henkel Auszubildenden, die Lücken aufwiesen, die Möglichkeit, samstags an einem Förderunterricht teilzunehmen.

Insgesamt hätten bei Henkel im vergangenen Jahr weltweit mehr als 6 700 Mitarbeiter an über 4 600 Qualifikations- und Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen. Vor dem Hintergrund der Globalisierung stünden dabei verstärkt Themen wie Management & Führung, Informationstechnologie, Kommunikation, Interkulturalität und Fremdsprachenkenntnise im Mittelpunkt.

Der Henkel-Chef belässt es bei dem Motto "lebenslanges Lernen" allerdings nicht nur bei Worten, sondern geht mit gutem Beispiel voran: Um auch für intensivere Geschäfte in Fernost gerüstet zu sein, paukt Ulrich Lehner in seiner Freizeit Chinesisch. (tt)

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