Start für Hertie Governance School

von Redaktion LZ
Mittwoch, 25. Mai 2005
Die Hertie-Stiftung hat die Hertie School of Governance gGmbH (HSoG) gegründet. An der staatlich anerkannten Hochschule in privater Trägerschaft lernen Studierende, zügiges Beschlüsse fassen und Führen unter sich ändernden Marktbedingungen.



Einen Steinwurf entfernt vom Auswärtigen Amt, im alten Staatsratsgebäude der DDR, hat sich die Hertie School of Governance einquartiert. Die private Elite-Uni in Berlin wird im September ihren Betrieb aufnehmen und zunächst 30 Studenten zu Masters of Public Policy machen.

Mittelfristig sollen 160 Studierende zu Entscheidern und Referenten in Politik, Verbänden und Wirtschaft ausgebildet werden. Herzstück des Bildungsangebots ist der zweijährige Master-Aufbaustudiengang Public Policy. Die ersten einwöchigen Executive Seminare für Führungskräfte werden seit August vergangenen Jahres angeboten.

Finanziert wird die Universität ausschließlich privat: Die Hertie-Stiftung fördert die Schule zunächst mit 25 Mio. Euro für die ersten fünf Jahre. Die Studiengebühren für die zukünftigen Studenten Absolventen von Bachelor-Studiengängen in Wirtschafts, Politik- oder Rechtswissenschaften belaufen sich auf 10±000 Euro pro Jahr.

Die Hertie-Stiftung garantiert zunächst für fünf Jahre, dass alle ausgewählten Bewerber, die die Notwendigkeit einer Unterstützung nachweisen, ein Stipendium erhalten. Vermittelt werden nicht nur analytische Kompetenzen, sondern vor allem so genannte weiche Faktoren, wie Gesprächsführung und Verhandlung. Studiensprache ist Englisch.

In ihrer Zielsetzung orientiert sich die private Hochschule an entsprechenden Einrichtungen im angelsächsischen Raum. Danach soll nicht Theorie im Mittelpunkt stehen, sondern nach amerikanischem Vorbild Case-Studies, Fallstudien. Messen will sich die Hertie School an bekannten amerikanischen Vorbildern wie der Kennedy School of Government in Harvard oder der Goldman School of Public Policy in Berkeley.

Die HSoG wird mit der European School of Management and Technology (ESMT) im Bereich Managementausbildung und an den Schnittstellen zwischen Staat und Wirtschaft zusammenarbeiten.

Damit ziehen weltweit erstmals eine Business School und eine Public Policy School unter ein Dach. Geplant sind zudem Partnerschaften mit Unternehmen. Dem Kuratorium der Hertie School steht Professor Kurt Biedenkopf vor. (ba)

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