Kulturworkshop bei Globus "Hier entsteht die Zukunft unseres Unternehmens"

von Christiane Düthmann
Freitag, 27. September 2013
Globus-Inhaber Thomas Bruch erklärt, wie Kunst zur Persönlichkeitsentwicklung beiträgt und was sein Unternehmen davon hat.




 

 

 

Herr Bruch, warum sollen sich Ihre Azubis ausgerechnet mit Kultur beschäftigen?

Durch die Beschäftigung mit Kunst öffnen sich die Sinne. Man bekommt den Blick für Zusammenhänge und für den anderen. Der Einzelne merkt, dass manches im Zusammenwirken besser gelingt. Unser Workshop fördert außerdem das Querdenken und ermutigt die jungen Leute, ihre Meinung offen auszusprechen.



 

Was bringt das für den Handelsalltag?

Das sind Fähigkeiten, die in unsere tägliche Arbeit hineinwirken und die wir im Unternehmen brauchen. Wer in unserer Branche heute erfolgreich sein will, muss einiges anders machen als andere. Wir versuchen, für den Kunden etwas Besonderes zu sein. Und daran haben unsere Mitarbeiter einen großen Anteil.



 

Inwiefern?

Sie sollen nicht jeden Tag zur Arbeit kommen und die Dinge genauso erledigen, wie sie es gestern schon getan haben. Dann gäbe es ja keinen Fortschritt. Wünschenswert ist, dass sie mitdenken und sich engagieren, neue Fähigkeiten entwickeln und initiativ werden. Wenn Widerstände auftreten, gilt es nach Lösungen zu suchen. Dazu muss jeder an seinen Kompetenzen arbeiten. Das kann man bei den Kulturworkshops wunderbar üben. Hier entsteht unsere Zukunft, und die wird von den Mitarbeitern gestaltet.



 

Was bedeutet vor diesem Hintergrund Führung bei Globus?

An sich selbst zu arbeiten, ist auch auf der Chefetage nicht verboten! (lacht) Grundsätzlich sollen Führungskräfte Bedingungen schaffen, unter denen sich Mitarbeiter gerne einbringen. Wir sind mit der ganzen Führungsmannschaft hier, um in die Situation einzutauchen und auch für uns ein paar Impulse mitzunehmen.



 

Inwiefern zahlt die Veranstaltung auf Ihre Arbeitgebermarke ein?

Ich sehe sie nicht als Mittel zum Zweck. Das wäre der falsche Gedanke. Wir tun das, damit sich unsere jungen Leute in ihrer Persönlichkeit weiterentwickeln können. Eine Wirkung nach außen entsteht eher als Folge dessen, sie ist nicht unser vorrangiges Ziel.



 

Verstärken solche Events die Mitarbeiterbindung?

Wir wollen unsere Mitarbeiter nicht binden, sondern betrachten sie als freie Menschen, für die wir im Unternehmen Bedingungen schaffen, unter denen sie sich gerne einbringen. Und das gelingt uns offensichtlich: Die Fluktuation ist sehr gering.



 

Was tut Globus, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben?

Der Begriff Arbeitgeber gefällt mir auch nicht. Wir können ja den Menschen keine Arbeit geben, das kann nur der Kunde. Wir leben vielmehr davon, dass wir unsere Kunden ernst nehmen, und dazu kann unsere Kulturwerkstatt beitragen.

(cd)

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